Auch im Kanton Graubünden solidarisieren sich grosse Teile der Bevölkerung mit den Tierhaltern, die von den Schäden betroffen sind, welche die sich unkontrolliert ausbreitenden Wölfe verursachen. Die «Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere/GR» nahm am 15. September an der europaweiten Solidaritätsaktion mit Mahnfeuern teil. Oberhalb der Gemeinde Poschiavo und in Pany waren am Samstagabend je ungefähr 50 Personen auf den Feuerstellen anzutreffen.

Diese Aktion will aufzeigen, dass beim Management der Grossraubtiere in vielen Ländern Europas Handlungsbedarf besteht und tragfähige Lösungen diskutiert werden müssen.

In der Schweiz sind auf politischer Ebene zwei Ereignisse zu erwähnen, die Anlass zu Hoffnung geben: Zum einen reichte der Bundesrat bei der Berner Konvention des Europarates den Antrag für die Rückstufung des Wolfes von «streng geschützt» auf «geschützt» ein; im Weiteren wird der Nationalrat in der Herbstsession die Revision des Jagdgesetzes beraten und es ist zu hoffen, dass der Nationalrat dem Ständerat folgen wird, der eine Flexibilisierung des Wolfschutzes und mehr Kompetenzen für die Kantone bereits beschlossen hat. Das sind Schritte in die richtige Richtung!

Verein Lebensräume ohne Grossraubtiere

Rico Calcagnini, Präsident

Am Samstag 15. September 2018 werden in ganz Europa Solidaritätsfeuer entfacht. Auf diese Weise solidarisiert sich die Bevölkerung mit den betroffenen Tierhaltern und setzt ein Zeichen gegen die unkontrollierte Ausbreitung der Grossraubtiere in Europa. In der Schweiz laden die kantonalen Sektionen Menschen aus Stadt und Land sowie Bauern und Politiker ein, sie über die Missetaten des Wolfes zu informieren und Lösungen zu finden.


Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an diesem Tag, am Samstag, den 15. September 2018, teilzunehmen.

Weitere Auskünfte:
G. Schnydrig Tel. 078 736 62 58
G. Mattei Tel. 079 428 40 59
Ko-Präsidenten Verein Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere
www.lr-grt.ch
Kontakte der kantonalen Sektionen:

BE
Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren
https://www.schutz-der-wild-und-nutztiere.ch
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FR-GE-JU-NE-VD-VSfr
ArsansGP - Association romande pour un territoire sans les grands prédateurs
http://arsgp.weebly.com
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GR
VLohneGRT – Verein für Lebensräume ohne Grossraubtiere
http://www.atsenzagp.org
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SG, GL, AI, AR
VWL-OST – Vereinigung zum Schutz der Weidetierhaltung und ländlichem Lebensraum
https://www.vwl-ost.ch
Kontakt - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

TI
ATsenzaGP - Associazione per un Territorio senza Grandi Predatori
https://www.atsenzagp-ticino.ch
Contatti - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

VS
Lebensraum Wallis ohne Grossraubtiere
https://lebensraumwallis.ch
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Zentralschweiz
VSvGZ - Verein zum Schutz von Jagd- und Nutztieren vor Grossraubtieren in der Zentralschweiz
https://vsvgz-ch.jimdo.com
Kontakt - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Dienstag 26. Juni 2018, Polen - Im Bieszczady-Gebirge im Südosten Polens, etwa 8 Kilometer von der Grenze zur Slowakei und zur Ukraine entfernt, hat am Dienstag 26. Juni 2018 ein grosser Kanide zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren gebissen. Alle Verletzungen waren geringfügig und die Kinder wurden nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus entlassen. Das Tier wurde am selben Abend erschossen.

  Das Tier war wegen seinem für einen wilden Wolf untypischen Verhalten bereits vorher aufgefallen: Es zeigte wenig Angst vor Menschen und tauchte auf der Suche nach Nahrung in bewohntem Gebiet in der Nähe des Dorfes Wetlina auf (https://www.youtube.com). Einheimische und Touristen hatten berichtet, dass er sich den Kochstellen näherte. Es wird vermutet, dass dasselbe Tier zwei Wochen zuvor eine Frau auf einem Campingplatz gebissen hat, welche leichte Verletzungen an ihrem Bein vorwies. Die Genehmigung zum Abschuss wurde von der Generaldirektion für Umweltschutz sofort erteilt, aber das Tier konnte zu diesem Zeitpunkt nicht ausfindig gemacht werden.

Das tote Tier wird jetzt von Tierärzten untersucht. Die Voruntersuchung ergab, dass es sich um ein einjähriges Tier handelte, der sich in gutem Zustand befand und keine offensichtlichen Anzeichen von Krankheiten oder Verletzungen zeigte. Seine Krallen waren jedoch relativ kurz und beschädigt und zwei Eckzähne abgebrochen, was die polnischen Experten vermuten liess, dass das Tier aus einem Gehege ausgebrochen sein könnte. In der Region werden offenbar immer noch Wölfe in Gehegen gehalten, obwohl das nicht statthaft ist.

Genauere Ergebnisse der Untersuchung werden in Kürze erwartet. Es werden auch genetische Analysen durchgeführt, um die Herkunft des Tieres abzuklären, und ob es sich um einen Wolf oder eine Wolf-Hund-Hybride handelt.

Quelle: www.kora.ch

Bern, 18.05.2018 - An der DV des Vereins Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere zogen die wiedergewählten Co-Präsidenten Georges Schnydrig und Germano Mattei (TI) eine positive Jahresbilanz. Mit der Gründung der Sektion Bern habe der Widerstand gegen Grossraubtiere einen wichtigen Verbündeten gewonnen, blickte der Verein zurück.

Wie der Verein Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere in einer Mitteilung schreibt, verfüge der Schweizer Dachverband nun in allen Gebirgskantonen über schlagkräftige Sektionen. Die inzwischen sechs Verbände fordern vom Bund mehr kantonale Autonomie sowohl bei der Bestandesregulierung wie auch bei der Festlegung von grossraubtierfreien Gebieten.

«Der Verein erinnert den Bundesrat daran, dass er in der Botschaft zur Änderung des Jagdgesetzes vom August 2017 eine Lockerung des Schutzstatus des Wolfed angekündigt hat», schreibt der Dachverband.

An den EU-Kommissar für Umwelt und an die EU-Kommission
An den italienischen Umweltminister 
An die italienische Regierung

Regulierung der Wolfspopulation in Südtirol gefordert

Die Bewirtschaftung der Berghöfe und der Almen ist für Südtirol von besonderer Wichtigkeit: für die Landwirtschaft, die Landschaft, die Biodiversität, den Klimaschutz und vor allem auch für das Tourismusland Südtirol.

Die rasche Entwicklung der Wolfspopulation in Italien und der benachbarten Schweiz führt zu immer größeren Konflikten zwischen Wolf und Nutztieren, aber auch zwischen Wolf und Mensch.

Almflächen lassen sich über Herdeschutzmaßnahmen aufgrund der Beschaffenheit und Weitläufigkeit des Geländes kaum schützen. Die Folge ist, dass die Bewirtschaftung von Almflächen aufgelassen wird.

Zudem verlieren Wölfe ihre Scheu und kommen den Menschen und deren Wohnsiedlungen immer öfter bedrohlich nahe. Zum Schutz der Berglandwirtschaft und für den Erhalt eines lebendigen ländlichen Raums, aber auch zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, ist es unerlässlich, die Regulierung der Wolfspopulationen vorzunehmen.

Des Weiteren ist der hohe Schutzstatus dieses Tieres aufgrund der stark gestiegenen Zahl in ganz Europa in Frage zu stellen. Der ständig steigende Hybridisierungsgrad und das hohe Maß an illegalen Entnahmen widersprechen dem Artenschutz. Eine regulierte Entnahme reduziert sowohl den Hybridisierungsgrad also auch die illegalen Entnahmen.

Wir fordern deshalb,

  • auf EU-Ebene, dass unverzüglich Maßnahmen getroffen werden, um den Schutzstatus des Wolfes zu senken;
  • auf nationaler Ebene, dass unverzüglich Maßnahmen getroffen werden, im Rahmen der EU-Richtlinien die geregelte Entnahme von Wölfen in Südtirol zu ermöglichen.

Lade hier die Formulare unter, drucke sie aus und lasse sie von möglichst viele Leute unterschreiben

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Landesrat
Arnold Schuler
Brennerstrasse 6
39100 Bozen - Italien
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