Die private "Gruppe Wolf Schweiz" setzt ein Kopfgeld von 10'000 CHF für Hinweise zur Identität des Wilderers.

Am 8. Januar wird über diverse Medien bekannt, dass ein Jungwolf aus dem Calandarudel im Raum Tamins tot aufgefunden worden sei.
Umweltschutzgruppen wie WWF und Pro Natura kritisieren den illegalen Abschuss scharf.
Die private "Gruppe Wolf Schweiz"  setzt ein Kopfgeld von 10‘000.- Fr für Hinweise zur Identität des Wilderers. 

Man kann  wohl nur den Kopf schütteln , dass es überhaupt  zu der Aussetzung eines Kopfgeldes kam: Wenn die Bündner bisher so tolerant waren-,  warum dann nicht den Dialog mit der Bevölkerung suchen? Wie geht es den Menschen nun heute-, jetzt ,als die Wölfe wirklich da sind?  
Aber Dialog würde bedeuten, dass das  Thema transparent behandelt würde und die breite Öffentlichkeit nicht nur die Interessen des Wolfes und derer, die mit ihm ihr Geld verdienen serviert bekommt, sondern auch die Kehrseite der Medaille hören darf.  Die Gefahr, dass dann das  mit Steuergeldern grosszügig finanzierte Wolfskonzept des Kantons und des Bundes  in Frage gestellt werden könnte, ist offensichtlich zu gross. Aktionen wie die der Gruppe“ Wolf Schweiz „ kommen den Behörden gerade recht. Ihre Strategie alle negativen Folgen der Wiedereinführung der Grossraubtiere auszublenden, würde so problemlos erkannt!


In der Gemeinde Tamins und Umgebung , verdächtigt man sich  nach dem Vorfall gegenseitig.  Menschen, die sich über den Abschuss positiv äussern, bekommen Morddrohungen und nächtliche Anrufe. Dass es sich bei dem Thema Grossraubtiere in der Schweiz weiterhin um ein Thema mit grossem Konfliktpotential handelt, zeigt sich immer im kleinen, dort wo der Wolf oder der Bär gerade sich aufhält.  
Ein grosser  Teil  unserer Bevölkerung ist klar der Meinung , dass die Gruppe „Wolf Schweiz „ihre evtl.Kompetenzen  klar überschritten hat:  Die Suche nach dem Wilderer ist, wenn schon,  Aufgabe der Polizei, seine evtl.  Verurteilung Sache der Justiz .
Die Aussetzung der Gruppe Wolf Schweiz eines  Kopfgeldes  von 10‘000.-Fr für Hinweise ist eindeutig gesetzeswidrig -, sie ist reine Unruhestiftung in der Bevölkerung.


Artikel 258 des Schweiz. Strafgesetzbuch bestraft wer Schrecken in der Bevölkerung verursacht, wie folgt : „Wer die Bevölkerung durch Drohung mit einer Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum…. In Schrecken versetzt, wird mit  Zuchthaus bis zu 3 Jahren oder mit Gefängnis bestraft.“
Man muss sich wohl fragen, warum die Behörden bei diesen schweren Drohungen und Machenschaften eines Kopfgeldes, und eines derartigen,  nicht längst eingeschritten sind und das entsprechende Strafverfahren von Amtes wegen  gemäss Art. 258 StGB gegen die Verantwortlichen der Gruppe Wolf Schweiz eingeleitet haben.


Vereinigung Lebensraum ohne Grossraubtiere

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