Poschiavo, 05.08.2014 - M25 fiel ausgerechnet über drei nach WWF-Richtlinien geschützte Esel her. Jetzt soll das Konzept überarbeitet werden

Drei Elektroleitungen mit Hochspannung und fünf Batterien. Diese Zutaten sollten laut WWF reichen, um Bären von Tierherden fernzuhalten. Wie ein Massaker oberhalb von Le Prese GR in der Nacht auf den 2. August zeigt, sind diese Schutzmassnahmen zumindest nicht ausreichend. Jetzt will die Naturschutzorganisation das Konzept überarbeiten.

Der Bündner Bär M25 scheint nämlich eine dickere Haut zu haben, als dies der WWF in seine Überlegungen einfliessen liess: M25 ignorierte in jener verhängnisvollen Nacht schlicht die Stromschläge des Elektrozauns, kroch darunter hindurch, tötete zwei Esel und verletzte einen dritten.

M25 ferisce asino a Poschiavo

 «Wir müssen uns immer weiterentwickeln» 

Der betroffene Landwirt und bekennende Bärenfreund, Daniele Raselli, hatte sich dank dem WWF-Herdenschutzkonzept fälschlicherweise auf der sicheren Seite geglaubt. Zum Massaker an seinen Eseln will er sich nicht äussern. Stattdessen redet Joanna Schönenberger, Bärenexpertin des WWF, heute in der Zeitung «Südostschweiz»: «Man sieht immer nur die Misserfolge, der Elektrozaun hat sich in vielen Situationen bewährt. M25 führt uns aber vor, dass wir uns immer weiterentwickeln müssen.»

Konkret geht es dabei um eine Massnahme, die derzeit laut Schönenberger in Norditalien diskutiert wird. Im Trentino sei es schon früher vorgekommen, dass Bären unter elektrischen Zäunen hindurchgekrochen seien. Geprüft werde deshalb ein zusätzlicher Draht, der in einem gewissen Abstand um den Dreifachzaun gespannt wird. So würden Bären beim Versuch, unter dem Zaun hindurchzukriechen, zusätzlich von hinten mit Stromschlägen traktiert. 

Quelle www.blick.ch

Beliebteste Kommentare

  • Gerry Kuster
    Bären und Wölfe gehören bei Grenzübertritt abgeschossen. Punkt! Ein nebeneinander ist in unserem Land nicht mehr möglich, dafür sind wir einfach zu klein als das sich solche Wildtiere und Menschen sich aus dem Weg gehen könnten. Man könnte jährlich viele Millionen sparen, wenn man immer sofort handeln würde anstatt darüber zu diskutieren und irgendwelche Expertengruppen zu bilden welche Mediationssitzungen mit Wölfen und Bären abhalten.
     
  • Chäpp Zingg, Rheintal
    Diesmal waren es noch Esel. Das Problem ist nicht der Bär, sondern die TATSACHE, dass dieses Grossraubtier in der kleinen, überbevölkerten, zersiedelten Schweiz zu wenig Lebensraum hat. Es ist also eine Frage der Zeit, bis sich Mensch und Bär ins Gehege kommen. Und es ist auch eine Frage der Zeit, bis die ersten Dummköpfe anfangen, Bären zu füttern. Also, lieber WWF, überlasst es doch der BETROFFENEN Bevölkerung, ob sie mit dem Bären leben möchte oder nicht. Vom Schreibtisch aus ist gut reden.
     
  • Patrick Soppelsa, Moudon, via Facebook
    Wie glaubwürdig der WWF jetzt dasteht. Solange nur die andern betroffen waren spielte es keine Rolle, aber kaum trift es ein eigenes Mitglied, ist plötzlich Handlungsbedarf.
     
  • Peter Weber, Zürich
    Wer immer sagt "der Bär muss her" ist wohl jetzt in Erklärungsnotstand. Bin mal gespannt wie lange der mit unsern Steuern bezahlte Schwachsinn noch dauert. Schluss mit dem Finanzausgleich, dann hört das auch gleich auf.
     
  • Chäpp Zingg, Rheintal
    Diesmal waren es noch Esel. Das Problem ist nicht der Bär, sondern die TATSACHE, dass dieses Grossraubtier in der kleinen, überbevölkerten, zersiedelten Schweiz zu wenig Lebensraum hat. Es ist also eine Frage der Zeit, bis sich Mensch und Bär ins Gehege kommen. Und es ist auch eine Frage der Zeit, bis die ersten Dummköpfe anfangen, Bären zu füttern. Also, lieber WWF, überlasst es doch der BETROFFENEN Bevölkerung, ob sie mit dem Bären leben möchte oder nicht. Vom Schreibtisch aus ist gut reden.
     
  • Gerry Kuster
    Bären und Wölfe gehören bei Grenzübertritt abgeschossen. Punkt! Ein nebeneinander ist in unserem Land nicht mehr möglich, dafür sind wir einfach zu klein als das sich solche Wildtiere und Menschen sich aus dem Weg gehen könnten. Man könnte jährlich viele Millionen sparen, wenn man immer sofort handeln würde anstatt darüber zu diskutieren und irgendwelche Expertengruppen zu bilden welche Mediationssitzungen mit Wölfen und Bären abhalten.
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