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Poschiavo, 10.10.2014 - An diesem Freitag- Abend wurde unter der Leitung des Amtes für Jagd und Fischerei Graubünden in der Turnhalle der Schule Poschiavo ein Vortrag über den Bär gehalten. Der Referent Paulo Molinari aus Italien hat mehr als ausführlich über die Bären im Trentino berichtet

Die knapp 100 Personen haben den Ausführungen gelangweilt zugehört. Auf meine Frage, warum so wenig Leute anwesend sind , hat man mir gesagt "sem stüff!" was etwa heisst "wir sind überdrüssig!".

Conferenza Molinari Poschiavo.jpg

Der Referent Paolo Molinari

In der anschliessenden, heftigen Diskussion hat die Bevölkerung ihren Unmut zum Ausdruck gebracht. Der Referent hat immer wieder mit langweiligen Ausführungen versucht, die Ängste und Sorgen der Anwesenden zu glätten. Wie bei allen öffentlichen Vorträgen der Grossraubtierlobby wurde auch hier nicht auf die Anliegen der Bevölkerung eingegangen und deren sorgen übergangen. Alles wird immer verschönert und bei konkreten Fragen ausgewichen.

Keine brauchbaren Lösungen

Ebenfalls haben die Bärenbefürworter keine brauchbaren Lösungen zum Schutz der Bevölkerung und Nutztiere aufzeigen können. Obwohl die Wildhüter wissen, wo sich der M25 aufhält, waren sie nicht so ehrlich genug, das den Anwesenden mitzuteilen. ( Einfach: „Er ist hier in der Umgebung“)

Es wird langsam mehr als überdrüssig, wie von höchster Stelle (Bundesrat, Frau Leuthard und BAFU) die Problematik Grossraubtiere hinausgeschoben wird. Wo nimmt sich der Bundesrat das Recht, die Berner Konvention gemäss Motion Fournier schlichtweg nicht umzusetzen? Die Motion verlangt gemäss gemeinsamem Parlamentsbeschluss ganz klar die Kündigung und Neuverhandlung der Berner Konvention. Dann könnte die Grossraubtierproblematik relativ einfach durch Änderung der Jagdgesetze gelöst werden.

Millionengeschäft mit Steuergeldern

Bei mir kommt immer mehr der Gedanke auf, dass es nicht um die Grossraubtiere geht, sondern, dass das Ganze ein Millionengeschäft mit Steuergeldern ist. Es wird endlich Zeit der Bevölkerung klaren Wein einzuschenken, bevor frustrierte Betroffene mit Illegalität Abhilfe schaffen. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen endlich handeln.

Hermi Plump Tamins