Die SAB ist ein Verein, der sich für die Interessen der Berggebiete einsetzt. Dabei engagiert sich die SAB auch auf politischer Ebene, mit dem Ziel, den Bergregionen eine nachhaltige Entwicklung zu sichern. Bezüglich der Wiederansiedlung des Wolfes in der Schweiz hat sie in einem Positionspapier eine klare Stellung genommen.

 Wolf

Bern, den 21.02.2014 - Zusammenfassung

Die Debatte um den Wolf wird in der Schweiz wie in anderen Ländern sehr emotional geführt. Davon betroffen sind in erster Linie die Berggebiete. Die Meinungen sind sehr rasch gemacht, man ist entweder für oder gegen den Wolf. Dabei verhält es sich wie in den Märchengeschichten: hinter einer

Geschichte verbirgt sich ein viel grösserer Zusammenhang. Beim Wolf geht es letztlich um den Stellenwert und die Funktion der Berggebiete. Wer den Wolf befürwortet verbindet damit in der Regel die Sehnsucht nach unberührter Wildnis. Die Bergbevölkerung hingegen sieht die Berggebiete als Lebens- und Wirtschaftsraum und will kein Naturreservat sein.

Der Wolf ist mit den heutigen Bewirtschaftungsformen der Berglandwirtschaft und Alpwirtschaft nicht kompatibel. Flächendeckende Schutzmassnahmen sind insbesondere in der Alpwirtschaft unter den schwierigen topographischen Verhältnissen im Gebirge nicht realistisch. Unter Wolfsrissen leidet die Landwirtschaft.

Das führt im Extremfall dazu, dass Flächen nicht mehr bewirtschaftet werden. Damit wird auch dem Tourismus seine wichtigste Ressource, die gepflegte Kulturlandschaft entzogen. Für den Tourismus nachteilig ist aber auch der Einsatz von Herdenschutzhunden, welcher oft zu Konflikten mit Wanderern führt. Zudem sind die teils sehr polemisch geführten Diskussionen um Risse von Nutztieren und Wolfsabschüsse nachteilig für das Image der betroffenen Kantone.

Die SAB vertritt mit Nachdruck die Position, dass die Berggebiete in erster Linie der Lebens- und Arbeitsraum für die hier ansässige Bevölkerung sind. Der Wolf führt dabei nur zu Problemen. Der vom eidgenössischen Parlament gefällte Beschluss mit der Motion Fournier ist deshalb konsequent weiter zu verfolgen. Die Schweiz muss aus der Berner Konvention austreten und bei einem späteren Wiederbeitritt einen Vorbehalt bezüglich Wolf anbringen. Die schweizerische Gesetzgebung muss so angepasst werden,

dass der Wolf bejagdbar wird und die Kantone selber entscheiden können, wie sie den Wolfsbestand regulieren wollen.

Lade das Positionspapier herunter (PDF-Format)

 

 

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