Buchen, den 28.02.2015 - Leserbrief zum Artikel "Wie viel Wolf verträgt die Schweiz?» im Bündner Tagblatt vom 25. Februar 2015

Von Rico Calcagnini

Die Gruppe Wolf-Schweiz ist enttäuscht, dass die Wolfspopulation in der Schweiz so langsam zunimmt, denn heute sollten nach ihrer Meinung bereits etwa 200 Wölfe bei uns leben.

Zum Glück haben unsere Mitbürger aus dem Puschlav vor drei Jahren, als der Bär M13 die dortige Bevölkerung terrorisierte, die «Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere» (Territorio senza grandi predatori) gegründet, die in der Zwischenzeit über 500 Mitglieder in ganz Graubünden und darüber hinaus zählt.

Ihr Ziel ist der Schutz der Bevölkerung und der Nutztiere vor dem Wüten von Wölfen und Bären. Die dritte Generalversammlung der Vereinigung, mit anschliessenden Gastreferaten, unter anderen von Ständerat Stefan Engler und dem Präsidenten des Schweizerischen Schafzuchtverbandes, Hermann Schmutz, und Diskussion zum Thema Grossraubtiere im Alpenraum, wird am Freitag, 20. März ,in Tiefencastel stattfinden; alle Interessierten sind dazu eingeladen. (www.atsenzagp.org)

Es ist zu hoffen, dass die Träume der Wolfsromantiker nicht in Erfüllung gehen; denn inzwischen wächst der Widerstand auch in anderen betroffenen Kantonen wie beispielsweise Tessin, Wallis, St. Gallen, wo Bürgerbewegungen entstehen, die auf das Problem aufmerksam machen und Druck auf die Politik ausüben, damit angemessene Lösungen gefunden werden können. Unsere Volksvertreter im Parlament haben erfreulicherweise erkannt, dass Handlungsbedarf besteht, und bereits sind verschiedene parlamentarische Vorstösse eingereicht worden.

 

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