Mit der Tötung eines neugeborenen Kalbes in Valens durch einen Wolf hat das Thema Grossraubtier eine neue Dimension erhalten. Mit dem erstmaligen Übergriff eines Wolfes auf ein Tier der Rindergattung ist der bisherige Umgang mit dem Wolf definitiv in Frage gestellt. Der SGBV fordert die zuständigen Behörden zum Handeln auf.

Der St. Galler Bauernverband hat das Wolfskonzept aus dem Jahre 2012 und den Umgang mit dem Wolf bisher mitgetragen. Mit einem umfassenden Herdenschutzkonzept für die Schafalpen konnten die Übergriffe durch den Wolf bis anhin tief gehalten werden. Der SGBV hat immer wieder betont, dass bei einem allfälligen Übergriff auf Tiere der Rindergattung der Umgang mit dem Wolf neu beurteilt werden muss. Die Tötung einer Ziege im Toggenburg sowie die verschiedenen Schafrisse im Kanton Appenzell AR und in der Region Werdenberg in den vergangenen Monaten deuten darauf hin, dass der Lebensraum für die Wolfspopulation im Calandagebiet zu klein ist. Eine starke Ausweitung des Lebensraumes für die Wolfpopulation ist zu befürchten und kann vom SGBV in dieser Form nicht akzeptiert werden.

St. Galler Bauernverband (SGBV)

Mit der Vergrösserung des Wolf-Lebensraumes sind immer mehr Nutztiere schutzlos ausgeliefert. Ein umfassender Herdenschutz für Schafe und Ziegen sowie Tiere der Rindergattung im Sömmerungsgebiet wie auch auf den Heimbetrieben ist nicht möglich. Es kann den Bäuerinnen und Bauern nicht zugemutet werden, dass sie künftig ihre Tiere auf der Weide zusätzlich schützen müssen. Der Mitteleinsatz für den Herdenschutz für die Schafalpen war bis jetzt schon unrealistisch hoch. Jede weitere Massnahme ist unrealistisch.

Der SGBV fordert die zuständigen Behörden auf, die Anzahl der Wölfe auf dem St. Galler Kantonsgebiet sofort zu reduzieren und so einer unkontrollierten Ausdehnung der Wolfspopulation Einhalt zu gebieten.

Rückfragen:

Peter Nüesch, Präsident, Tel. 071 720 12 04, Mobile 079 696 00 20

Andreas Widmer, Geschäftsführer, Tel. 071 983 39 60, Mobile 079 358 62 64

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