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Poschiavo, 2. Dezember 2015 - Mit Genugtuung nimmt der Verein Lebensräume ohne Grossraubtiere davon Kenntnis, dass die Kantone Graubünden und St. Gallen beim BAG den Abschuss von zwei Calandawölfen beantragt haben

Pressemitteilung des Vereins Lebensräume ohne Grossraubtiere

Dem Beschluss der beiden Kantone sind jahrelange Beobachtungen und Abklärungen vorausgegangen. Ihr Entscheid stützt sich auf die vom Bundesrat am 15. Juli 2015 in Kraft gesetzte Ergänzung der entsprechenden Jagdverordnung. Es ist erfreulich festzustellen, dass die Politik die Sorgen der Bevölkerung im gesamten Calandagebiet ernst nimmt. Bekanntlich haben die Wölfe des ersten Schweizer Rudels, aber nicht nur diese, die Scheu vor den Menschen verloren und nähern sich vermehrt den Siedlungen, was für die Bewohner und die Tiere eine ständige Bedrohung darstellt. Bestimmt ist mit diesem Schritt der kantonalen Behörden das Problem der Wiederansiedlung des Alpenraums mit Grossraubtieren nicht gelöst, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Unsere Vereinigung wird sich weiterhin für den Schutz der Bevölkerung und der Nutztiere einsetzen und dafür sorgen, dass der Wolf ganz aus unserem Lebensraum verbannt wird.

Rico Calcagnini, Pressesprecher Verein Lebensräume ohne Grossraubtiere