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Zernez, 09.04.2016 - Letzte Nacht wurde im Engadin ein Bär von einem Zug frontal erfasst und sofort getötet. Der Unfall ereignete sich kurz nach 23:00 Uhr zwischen Zernez und S-chanf.

Seit dem letzten Sonntag wurde an mehreren Orten im Unterengadin ein Bär festgestellt. Er wanderte über Strada, Tschlin, Seraplana, Sent, Ftan, Susch nach Zernez und konnte gestern von der Wildhut noch beobachtet werden.

Verunfallter Baer

Beim verunfallten Bären handelt es sich um ein 110 Kilogramm schweres, männliches Jungtier. Der Kadaver wird der Universität Bern für weitere Untersuchungen übergeben. Es könnte der Bär M32 sein.

Um welches Tier es sich handelt, werden die genetischen Untersuchungen zeigen. Bereits im Jahre 2012 ist es bei Scuol zu einem Bahnunfall mit einem Bären gekommen. Damals hat der Bär M13 den Zusammenstoss überlebt.

Sofern es sich wirklich um M32 handelt, ist das Tier zweieinhalb Jahre alt, wie Hannes Jenny, Wildbiologe beim Amt für Jagd und Fischerei, auf Anfrage sagte.Der Bär sei eher scheu und habe sich letzten Herbst und diesen Frühling auf «Imkerei-Artikel» spezialisiert.

M32 wäre der 13. Bär, der von Italien nach Graubünden gewandert ist. Er dürfte vor etwa eineinhalb Monaten aus dem Winterschlaf erwacht sein.