Am 31. März 2017 fand in Thusis die ordentliche GV der oben genannten Vereinigung statt. 50 interessierte Personen kamen nach Thusis, um daran teilzunehmen und über die statuarischen Geschäfte zu beschliessen.

von Mario Costa, Aktuar

Nachdem das Protokoll des vorigen Jahres verlesen und angenommen wurde, präsentierte der Kassier Antonio Marchesi die Jahresrechnung. Ein Mitglied fragte, warum wir unserem Dachverband 6870 CHF einbezahlt hätten. Die Antwort lautete, dass alle Vereine, die dem Dachverband angeschlossen sind, jährlich 15.- CHF pro Mitglied abliefern müssen. Dieses Geld wird für den Betrieb der Geschäftsstelle, die beim SAB angegliedert ist, und für die Auslagen der nationalen «Vereinigung Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere» verwendet. Die Jahresrechnung wird einstimmig abgenommen und der Vorstand entlastet. Im vierten Jahr des Bestehens des Vereins brachten die angesagten Wahlen Bewegung in die Versammlung.

Der Vizepräsident Plinio Pianta ist aus dem Vorstand zurückgetreten und Hans Russi würdigte seinen enormen Einsatz für die Vereinigung als Mitglied, Vizepräsident und Jurist. Als Gründungsmitglied leistete er Pionierarbeit und setzte dazumal alle seine zahlreichen Kontakte im In- und Ausland für unsere Sache ein. Im Namen des Vorstandes bedankte sich Hans Russi bei Plinio Pianta für alles und wird ihm noch ein kleines Präsent nach Brusio bringen. Daraufhin wurde Hans Russi als neuer Vizepräsident vorgeschlagen und gewählt. Zur Ergänzung des Vorstandes wurde Hans Wyss gewählt, der bereits seit 2014 aktives Mitglied der Arbeitsgruppe Nordbünden ist. Danach wählte die Versammlung den Präsidenten ad Interim Rico Calcagnini zum definitiven Präsidenten, obwohl dieser der Meinung ist, dass jemand aus dem landwirtschaftlichen Sektor diesen Posten besetzen müsste. Die übrigen Vorstandsmitglieder Antonio Marchesi, Paola Bontognali und Mario Costa und die Revisoren Gildo Crameri und Livio Mengotti bleiben die nächsten vier Jahren im Amt.

Die Versammlung beschloss, die Mitgliederbeiträge für die natürlichen Personen bei 30 CHF zu belassen, den Jahresbeitrag für die juristischen Personen hingegen, gemäss einem Vorschlag des Vorstandes, von 50 auf 100 CHF zu erhöhen.

Rico Calcagnini stellte noch die Aktivitäten des Vereins für das 2017-2018 vor: Wir verfolgen ganz genau konkrete Schadenereignisse durch Grossraubtiere, wir nehmen Stellung in den Medien zu Entgleisungen von Grossraubtierromantikern, einzelnen Politikern oder einigen Behörden, wir führen den Kontakt mit ausländischen Institutionen weiter, wir betreiben Mitgliederwerbung. Im Weiteren zeigen wir immer wieder den Unsinn des absoluten Schutzes der Grossrautiere und die Unwirksamkeit des aktuellen Wolfkonzeptes auf. Der Verein wird aktiv bleiben und die Interessen der von der Problematik der Grossraubtiere Betroffenen vertreten.

Der neu gewählte Präsident bedankt sich, dass viele interessierte und besorgte Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen Regionen Graubündens an der Versammlung teilgenommen haben und leitet nach einer kurzen Pause zum zweiten Teil der GV über: die Visionierung des Films vom französischen Bauer und Filmemacher Bruno Lecompte «Die schwerwiegenden Folgen der Wiederkehr des Wolfes in Frankreich».

Der eindrückliche Film zeigt eindeutig, dass die Situation mit dem Wolf in Frankreich katastrophale Ausmasse angenommen hat und mahnt uns, möglichst schnell geeignete Massnahmen zu treffen, um die ungebremste Verbreitung der Grossraubtiere in der Schweiz zu stoppen.

Mit etwas mehr Vertrauen haben sich die anwesenden Mitglieder von der GV verabschiedet und den Saal verlassen, mit der Perspektive, dass der Widerstand seine Früchte wohl tragen wird. Wir sind hoffnungsvoll und bleiben am Ball.

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