Pressemitteilung Poschiavo, 27. September 2020

Die knappe Ablehnung des revidierten Jagdgesetzes ist für uns von der Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere-Graubünden enttäuschend. Dass es aber in kurzer Zeit und trotz einer millionenschweren Nein-Propaganda gelungen ist, sehr viele Menschen auch in urbanen Regionen für die Problematik zu sensibilisieren ist beachtlich und wird eine Wirkung zeigen. Die rasant steigende Anzahl von Wolfsrudeln ist eine immense Belastung für die betroffenen Nutztierhalter und für eine Minderheit, die in den Bergregionen lebt und arbeitet.

Wir werden uns daher auch in Zukunft für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Alp-und Berglandwirtschaft, für die Biodiversität und die Sicherheit von Tieren, Landschaften und Menschen einsetzen. Es darf nicht sein, dass die Grossraubtiere überhand nehmen, die Bergbauern verdrängt werden und die gepflegten Alpweiden zuwachsen und verganden.

Wir bedanken uns bei den Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit den Sorgen der Bergbevölkerung solidarisch zeigten und sich für das revidierte Jagdgesetz an der Urne mit einem Ja beteiligt haben. Auf sie können wir zählen und uns mit Zuversicht weiterhin für eine gesunde Alpwirtschaft, für das Wohl von Menschen und Tieren einsetzen.

Für den Vorstand der Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere-Graubünden

Rico Calcagnini Präsident

Mario Costa Aktuar

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