Avers, den 1. 12. 2014 - Die Wolfslobby will der Entwicklung des Wolfes uneingeschränkten absoluten Schutz gewähren. Dies mit dem Argument, „... der Wolf fördere einen gesunden und vitalen Wildbestand und trage zu einer Vergrösserung und Stärkung der Artenvielfalt bei ... (Zitat Verein CHWOLF)“ Sie blendet die Anwesenheit einer Landwirtschaft in unserem Land komplett aus. Die Argumentation der Wolfslobby triff auf naturbelassene Wildnis zu, wo es zwischen Raubtier und Beutetier einen zyklischen Ausgleich gibt. In unserer Kulturlandschaft gibt es solche ausreichend großen Habitate ohne Menschen und Weidetiere nicht.

Die Landwirtschaft, Weidewirtschaft und Alpwirtschaft, wird von den Wölfen bedroht.

Man verweist auf die Alpen im Gebiet des Calandarudels, wo „dank den optimal angesetzten Herdenschutzmassnahmen es keinen nachgewiesenen Schaden durch Wolfsangriffe mehr gegeben habe“. Dies beweise, „dass es auch in einem Wolfsgebiet möglich sei, Herdenschutzmassnahmen erfolgreich umzusetzten und ein Zusammenleben zwischen Mensch, Nutztier und Wolf möglich ist.“ Abgesehen davon, dass es in Graubünden sehr wohl zu Schäden trotz Herdenschutz gekommen ist, ist das eine vorschnell gezogenen instrumentalisierende Schlussfolgerung, wie die Situation im angrenzenden Ausland zeigt, wo es anders als in der Schweiz, grosse Wolfsbestände gibt. Denn in Graubünden und dem Calandagebiet gibt es vergleichsweise noch sehr wenig Wölfe und einen sehr grossen Wildbestand. Die Wölfe haben genug Beute mit den Wildbeständen. In der Schweiz gibt es zurzeit ca. 28 Wölfe. Die Wolfslobby möchte für die Schweiz einen Bestand mit ca. 300 Wölfen und vielen Rudeln. Bei zunehmendem Wolfsbestand nehmen die Wildbestände ab und die Nutztierrisse zu. So tun als ob man mit Herdenschutz problemlos mit dem Wolf leben könne ist bei grossen Wolfsbeständen und vielen Rudeln erwiesenermassen nicht richtig und keineswegs problemlos!

In Frankreich, wo es ca. 300 Wölfe gibt, hat es im Jahr 2014 bereits über 7000 Nutztierrisse gegeben bei zunehmendem Herdenschutz (2005 gab es 400 Herdenschutzverträge und 2014 -1400 Verträge). Der Herdenschutz wird von den Wölfen immer mehr umgangen und die Nutztierrisse nehmen trotz Herdenschutz zu.

So eine Situation wie heute, nämlich dass der Wolf sich ungehindert in ganz Europa rasant vermehren kann, hat es in der ganzen Geschichte noch nie gegeben. Es gibt darum Gebiete in Frankreich, da hat es noch nie so viele Wölfe gegeben. Mit dem heutigen totalen Schutz der Berner Konvention hat man ein Phänomen (unkontrollierte Vermehrung der Wolfsbestände) geschaffen, das nichts mehr mit dem wilden Wolf der Vergangenheit zu tun hat der gelernt hatte,  dass es Risiken gibt durch den Menschen, der sich immer und zu allen Zeiten gegen den Wolf mit Fallen – Hundemeuten - Waffen und dem Gewehr, gewehrt hat. Er hatte dadurch gelernt, dass er besser nicht zu nahe an die menschlichen Aktivitäten heran zu gehen hat und hatte darum seine Jagdzüge hauptsächlich auf das Wild in den Wäldern konzentriert. Heute braucht er vor dem Menschen keine Angst mehr zu haben und tötet auch bei Tag ungestraft Nutztiere.

Eine groteske, unnatürliche Situation, - die durch die Entfremdung der mehrheitlich urbanen Gesellschaft von der Landwirtschaft - und des sich nicht bewusst sein, dass Nahrungsmittel von der Landwirtschaft kommen , - entstehen konnte. Der Alpenraum und andere Regionen haben als natürliche Ressource gutes Gras, welches der Mensch jedoch nicht essen kann. Die Menschen dort halten Nutztiere die dieses Gras fressen und - für die Menschen daraus Milch und Fleisch machen. So können diese Menschen sich dort ernähren und überleben. Auch wenn viele Menschen heute keinerlei Bezug mehr zur Landwirtschaft haben und sich aus dem Supermarkt ernähren, so heisst das noch lange nicht, dass wir darum auf die Nutztierhaltung verzichten können. Nach wie vor leistet die graslandbasierte  Nutztierkultur weltweit einen sehr wichtigen Beitrag zur Ernährung. Und wohlverstanden, aus Gras erzeugte Milch und Fleisch ist nachhaltig und konkurrenziert die menschliche Nahrung nicht durch verfüttern von wertvollem Getreide, Mais Soja und anderes.

Wir Bergbauern haben einen sehr wichtigen Biodiversitätsauftrag von Staates wegen und brauchen darum die Möglichkeit die Wolfsbestände auf ein vernünftiges Mass regulieren zu dürfen, um unsere ohnehin gefährdete jahrtausendealte Kultur für die Gesellschaft zu erhalten.

 Mit freundlichem Gruss

 Georges Stoffel

 Bio-Bergbauer

 7446 Avers

Ein 22-jähriger US-Amerikaner zahlte einen hohen Preis für ein Foto. Kurz nach dem Schnappschuss eines Bären, attackiert das Tier den Mann – und tötet ihn.

Dieser Bär tötete den 22-jährigen Fotografen. (Bild: Twitter/ABC News)

Der Wanderausflug einer fünfköpfigen Gruppe nahe New York endete in einem Drama. Als der Student Darsh Patel im Wald ein Blick auf einen Schwarzbären erhaschte, zückte er sein Handy und machte fünf Fotos von dem Tier. Ein tödlicher Fehler, denn der Allesfresser war lediglich 30 Meter vom jungen Mann entfernt.

Als der Bär in grossen Sätzen auf die Gruppe zusprang, ergriffen die Wanderer die Flucht und trennten sich. Doch der 22-jährige Patel lag weit hinten und verlor beim Rennen auch noch einen Schuh. Als er schliesslich auf eine Felsformation klettert, holt ihn der 150 Kilogramm schwere Bär ein – und zerfleischt ihn. 

Wanderer wurden gewarnt

Der tragische Vorfall ereignete sich am 21. September, jedoch informierte die Polizei erst jetzt über die Aufnahmen im Handy des Mannes aus dem US-Staat New Jersey. Wie die Beamten mitteilten, wurde die Gruppe von einem entgegenkommenden Ehepaar vor dem Bären gewarnt, entschloss sich jedoch nicht in entgegengesetzter Richtung zu gehen. Als die herbeigerufene Polizei Patel zu Hilfe eilen will, findet sie nur noch den toten Körper des US-Amerikaners. Der Bär wurde schliesslich von einem Polizisten getötet.

Bern, 18.11.2014 - Der Schutz des Wolfes in der Schweiz soll gelockert werden. Nach dem Ständerat hat auch die Umweltkommission des Nationalrates (Urek) einen Vorstoss des Bündner Ständerats Stefan Engler (CVP) für eine Regulierung der Bestände gutgeheissen.

Der Schutz des Wolfes in der Schweiz soll gelockert werden. Nach dem Ständerat hat auch die Umweltkommission des Nationalrates (Urek) einen Vorstoss des Bündner Ständerats Stefan Engler (CVP) für eine Regulierung der Bestände gutgeheissen.

Mit 21:0 Stimmen bei 2 Enthaltungen beantragt die Kommission ihrem Rat, der Motion zuzustimmen, wie die Parlamentsdienste gestern Dienstag mitteilten. Die Urek nahm dabei zur Kenntnis, dass die Arbeiten am neuen Wolfskonzept sistiert wurden und die Verwaltung stattdessen zügig die Revision des Jagdgesetzes in Angriff nehmen will, wenn der Nationalrat der Motion zustimmt. Das Geschäft ist für Donnerstag, 4. Dezember, traktandiert.
Die Motion fordert den Bundesrat auf, das Abschiessen von Wölfen zu ermöglichen, bevor diese Schaden angerichtet haben. Der Wolfsschutz soll nicht höher als die Interessen der Landwirtschaft, der Jagd, der öffentlichen Sicherheit und des Tourismus gewichtet werden. (SDA)
•    Quelle: SDA

Der Naturverein Bonaduz organisierte einen Vortrag zum Thema Wolf. Der Anlass war sehr gut besucht und die Organisatoren leisteten gute Arbeit.

von Werner Wyss, Mutten/Thusis

Bonaduz, 12.11.2014 - Als Referent konnte Wildhüter Claudio Spadin gewonnen werden, der seine Ausführungen in zwei Blöcke aufteilte, nämlich: a) Allgemeines über den Wolf und b) Erlebnisse mit den sogenannten Calanda-Wölfen. Seine Darlegungen wurden mit eindrücklichen Bildern untermauert und überzeugten damit das Publikum. Der Vortrag war durchwegs sachlich, authentisch und zeugte von hoher Fachkompetenz. Objektiv betrachtet war es das Beste, was ich bisher in Zusammenhang mit Wölfen zu hören bekam.

Calanda-Wölfe

Das Wolfrudel am Calanda und den angrenzenden Gebieten hat ein Ausmass angenommen, dass sich eine Regulierung geradezu aufdrängt. Einzelne Tiere müssten eigentlich schon jetzt dem Bestand entnommen werden. Insbesondere solche die Schaden an Wild und Nutzieren anrichten oder durch Wohngebiete streifen. Zweifelsohne ist der Wildbestand am Calanda massiv eingebrochen. In naher Zukunft lohnt es sich nicht mehr, ein Hochjagdpatent für dieses Gebiet zu lösen. Auch für die Niederjagd mit Hund nicht, da das Risiko besteht, dass der treue Begleiter von den Wölfen gerissen wird. All diese höchst bedauerlichen Tatsachen verlangen wirksame Gegenmassnahmen. Sollte es mittelfristig zu weiteren Wolfsrudelbildungen im Kanton kommen, womit gerechnet werden muss, wird die Jägerzahl stark abnehmen. Das hat zwangsläufig zur Folge, dass auch weniger Geld in die Staatskasse fliesst. Die Konsequenz daraus ist, dass das Jagdregal nicht mehr wie bisher selbsttragend sein wird. Denn schon jetzt werden in Zusammenhang mit den Grossraubtieren abertausende von Franken ausgegeben.

Ein weiteres Problem ist der Angriff von Grossraubtieren, sprich Wölfen, auf die Nutztiere, sei es auf Weiden im Tal oder Alpen. Der viel gepriesene Herdenschutz mit Hunden, Esel oder Lamas zeigt bisher nicht den gewünschten Erfolg. Anlässlich einer Veranstaltung in Chur räumten dies sogar die dafür verantwortlichen Personen ein. Es gilt jetzt, die gesetzlichen Grundlagen zu erarbeiten, damit die Grossraubtiere bei Bedarf mittels Abschuss auf Stufe Kanton reguliert werden können. Entsprechende Vorstösse auf Bundesebene sind bereits gemacht worden, die in die richtige Richtung zielen. Leider wird es noch eine Weile dauern, bis die Wölfe am Calanda auf ein vernünftiges Mass reduziert werden können. Vielleicht zu lange! Eines darf mit Fug behauptet werden: Bei Bär, Wolf und Luchs handelt es sich nicht mehr um vom Aussterben bedrohte Tierarten. Deshalb ist ein absoluter Schutz dieser Raubtiere schon jetzt nicht mehr gerechtfertigt.

BERN - 14.11.2014 - Wenn die Schafe im Winter ins Tal kommen, ziehen auch die Herdenschutzhunde mit. Zwar ist der Wolf hier keine grosse Gefahr mehr. Doch die Bewacher lassen sich nicht einfach ausschalten.

Wegen der Ansiedlung von Wölfen und Bären in den Schweizer Bergen lassen manche Bauern ihre Schafe auf der Alp von Hirtenhunden bewachen. Mit dem Einzug des Winters ziehen die Herden nun ins Tal – und mit ihnen ihre Beschützer. Sehr zum Ärger der Anwohner. Denn die Herdenschutzhunde machen hier weiterhin ihren Job: Sie bellen, wenn sich etwas nähert, das kein Schaf ist.

Herdenschutzhund

 Ein Herdenschutzhund bewacht Schafe ... (Keystone)

Obwohl es im Tal in der Regel keine Wölfe zu vertreiben gilt. Herdenschutzbeauftragter vermittelt Gestern diskutierten Experten an der Fachtagung Herdenschutz 2014 in Ittigen BE über die Umsetzung der Herdenschutz-Richtlinien des Bundes. Mit dabei war unter anderen Jan Boner, Herdenschutzbeauftragter des Kantons Graubünden. An ihn können sich Anwohner wenden, wenn sie das nächtliche Gebell von Hirtenhunden in den Wahnsinn treibt. Er nehme Lärmklagen sehr ernst, sagt Boner zum Schweizer Fernsehen SRF.

Der Herdenschutzbeauftragte versucht in solchen Fällen jeweils zwischen Anwohner und Hundehalter zu vermitteln. Es gehe darum, für beide Seiten passable Wege zu finden. Eine mögliche Lösung sei beispielsweise, dass die Hunde die Nacht im Stall verbringen. Das Problem dabei: Sie verlernen das Verhalten, das sie im folgenden Jahr zum Schutz der Herde auf der Alp wieder brauchen würden. Auf der anderen Seite gab es laut Boner auch schon Anwohner, die sich Lärmschutz-Fenster einbauen liessen.

Das sei grundsätzlich ja die gleiche Situation wie bei einer lärmigen Strasse. In einigen Fällen sei es den Bauern auch möglich, Herden und Hunde auf einer vom Siedlungsgebiet ausreichend weit entfernten Weide unterzubringen. Oft gehe es bei diesen Streitereien zwischen Nachbarn eigentlich auch gar nicht ums Gebell, sondern um die Frage, ob man die Wiederansiedlung des Wolfes befürwortet oder nicht.

Meistens würden diese Konflikte zwar auf dem Buckel der Hunde ausgetragen, aber im Kern gehe es um etwas anderes. Stichwort: zwischenmenschliche Probleme. «Das Konfliktpotential ist hoch» Ein von Lärmschutzklagen betroffener Bauer ist Ueli Metz aus Mühlehorn GL. «Wenn eine Katze vorbeigeht, müssen die Hunde bellen», sagt Metz. Das Gleiche passiere, wenn ein Fussgänger mit einem Hund vorbeigeht oder wenn nachts ein Fuchs vorbeigeht. «Das Konfliktpotential ist schon hoch», sagt der Bauer. Metz hat schon 20 Lärmklagen am Hals.

«Das geht schon sehr an die Nerven», sagt der Schafbesitzer. Auf die Hirtenhunde verzichten will er jedoch nicht – schliesslich habe er seit ihrer Anschaffung nie mehr einen Wolfsriss gehabt. Als Kompromisslösung bringt Metz die Hunde abends nun jeweils in einen Stall. Grundsätzlich hält er aber fest: «Wer Ja sagt zum Wolf, der muss auch Ja sagen zum Herdenschutzhund.» (noo)

Quelle www.blick.ch

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