Ein 22-jähriger US-Amerikaner zahlte einen hohen Preis für ein Foto. Kurz nach dem Schnappschuss eines Bären, attackiert das Tier den Mann – und tötet ihn.

Dieser Bär tötete den 22-jährigen Fotografen. (Bild: Twitter/ABC News)

Der Wanderausflug einer fünfköpfigen Gruppe nahe New York endete in einem Drama. Als der Student Darsh Patel im Wald ein Blick auf einen Schwarzbären erhaschte, zückte er sein Handy und machte fünf Fotos von dem Tier. Ein tödlicher Fehler, denn der Allesfresser war lediglich 30 Meter vom jungen Mann entfernt.

Als der Bär in grossen Sätzen auf die Gruppe zusprang, ergriffen die Wanderer die Flucht und trennten sich. Doch der 22-jährige Patel lag weit hinten und verlor beim Rennen auch noch einen Schuh. Als er schliesslich auf eine Felsformation klettert, holt ihn der 150 Kilogramm schwere Bär ein – und zerfleischt ihn. 

Wanderer wurden gewarnt

Der tragische Vorfall ereignete sich am 21. September, jedoch informierte die Polizei erst jetzt über die Aufnahmen im Handy des Mannes aus dem US-Staat New Jersey. Wie die Beamten mitteilten, wurde die Gruppe von einem entgegenkommenden Ehepaar vor dem Bären gewarnt, entschloss sich jedoch nicht in entgegengesetzter Richtung zu gehen. Als die herbeigerufene Polizei Patel zu Hilfe eilen will, findet sie nur noch den toten Körper des US-Amerikaners. Der Bär wurde schliesslich von einem Polizisten getötet.

Bern, 18.11.2014 - Der Schutz des Wolfes in der Schweiz soll gelockert werden. Nach dem Ständerat hat auch die Umweltkommission des Nationalrates (Urek) einen Vorstoss des Bündner Ständerats Stefan Engler (CVP) für eine Regulierung der Bestände gutgeheissen.

Der Schutz des Wolfes in der Schweiz soll gelockert werden. Nach dem Ständerat hat auch die Umweltkommission des Nationalrates (Urek) einen Vorstoss des Bündner Ständerats Stefan Engler (CVP) für eine Regulierung der Bestände gutgeheissen.

Mit 21:0 Stimmen bei 2 Enthaltungen beantragt die Kommission ihrem Rat, der Motion zuzustimmen, wie die Parlamentsdienste gestern Dienstag mitteilten. Die Urek nahm dabei zur Kenntnis, dass die Arbeiten am neuen Wolfskonzept sistiert wurden und die Verwaltung stattdessen zügig die Revision des Jagdgesetzes in Angriff nehmen will, wenn der Nationalrat der Motion zustimmt. Das Geschäft ist für Donnerstag, 4. Dezember, traktandiert.
Die Motion fordert den Bundesrat auf, das Abschiessen von Wölfen zu ermöglichen, bevor diese Schaden angerichtet haben. Der Wolfsschutz soll nicht höher als die Interessen der Landwirtschaft, der Jagd, der öffentlichen Sicherheit und des Tourismus gewichtet werden. (SDA)
•    Quelle: SDA

Der Naturverein Bonaduz organisierte einen Vortrag zum Thema Wolf. Der Anlass war sehr gut besucht und die Organisatoren leisteten gute Arbeit.

von Werner Wyss, Mutten/Thusis

Bonaduz, 12.11.2014 - Als Referent konnte Wildhüter Claudio Spadin gewonnen werden, der seine Ausführungen in zwei Blöcke aufteilte, nämlich: a) Allgemeines über den Wolf und b) Erlebnisse mit den sogenannten Calanda-Wölfen. Seine Darlegungen wurden mit eindrücklichen Bildern untermauert und überzeugten damit das Publikum. Der Vortrag war durchwegs sachlich, authentisch und zeugte von hoher Fachkompetenz. Objektiv betrachtet war es das Beste, was ich bisher in Zusammenhang mit Wölfen zu hören bekam.

Calanda-Wölfe

Das Wolfrudel am Calanda und den angrenzenden Gebieten hat ein Ausmass angenommen, dass sich eine Regulierung geradezu aufdrängt. Einzelne Tiere müssten eigentlich schon jetzt dem Bestand entnommen werden. Insbesondere solche die Schaden an Wild und Nutzieren anrichten oder durch Wohngebiete streifen. Zweifelsohne ist der Wildbestand am Calanda massiv eingebrochen. In naher Zukunft lohnt es sich nicht mehr, ein Hochjagdpatent für dieses Gebiet zu lösen. Auch für die Niederjagd mit Hund nicht, da das Risiko besteht, dass der treue Begleiter von den Wölfen gerissen wird. All diese höchst bedauerlichen Tatsachen verlangen wirksame Gegenmassnahmen. Sollte es mittelfristig zu weiteren Wolfsrudelbildungen im Kanton kommen, womit gerechnet werden muss, wird die Jägerzahl stark abnehmen. Das hat zwangsläufig zur Folge, dass auch weniger Geld in die Staatskasse fliesst. Die Konsequenz daraus ist, dass das Jagdregal nicht mehr wie bisher selbsttragend sein wird. Denn schon jetzt werden in Zusammenhang mit den Grossraubtieren abertausende von Franken ausgegeben.

Ein weiteres Problem ist der Angriff von Grossraubtieren, sprich Wölfen, auf die Nutztiere, sei es auf Weiden im Tal oder Alpen. Der viel gepriesene Herdenschutz mit Hunden, Esel oder Lamas zeigt bisher nicht den gewünschten Erfolg. Anlässlich einer Veranstaltung in Chur räumten dies sogar die dafür verantwortlichen Personen ein. Es gilt jetzt, die gesetzlichen Grundlagen zu erarbeiten, damit die Grossraubtiere bei Bedarf mittels Abschuss auf Stufe Kanton reguliert werden können. Entsprechende Vorstösse auf Bundesebene sind bereits gemacht worden, die in die richtige Richtung zielen. Leider wird es noch eine Weile dauern, bis die Wölfe am Calanda auf ein vernünftiges Mass reduziert werden können. Vielleicht zu lange! Eines darf mit Fug behauptet werden: Bei Bär, Wolf und Luchs handelt es sich nicht mehr um vom Aussterben bedrohte Tierarten. Deshalb ist ein absoluter Schutz dieser Raubtiere schon jetzt nicht mehr gerechtfertigt.

BERN - 14.11.2014 - Wenn die Schafe im Winter ins Tal kommen, ziehen auch die Herdenschutzhunde mit. Zwar ist der Wolf hier keine grosse Gefahr mehr. Doch die Bewacher lassen sich nicht einfach ausschalten.

Wegen der Ansiedlung von Wölfen und Bären in den Schweizer Bergen lassen manche Bauern ihre Schafe auf der Alp von Hirtenhunden bewachen. Mit dem Einzug des Winters ziehen die Herden nun ins Tal – und mit ihnen ihre Beschützer. Sehr zum Ärger der Anwohner. Denn die Herdenschutzhunde machen hier weiterhin ihren Job: Sie bellen, wenn sich etwas nähert, das kein Schaf ist.

Herdenschutzhund

 Ein Herdenschutzhund bewacht Schafe ... (Keystone)

Obwohl es im Tal in der Regel keine Wölfe zu vertreiben gilt. Herdenschutzbeauftragter vermittelt Gestern diskutierten Experten an der Fachtagung Herdenschutz 2014 in Ittigen BE über die Umsetzung der Herdenschutz-Richtlinien des Bundes. Mit dabei war unter anderen Jan Boner, Herdenschutzbeauftragter des Kantons Graubünden. An ihn können sich Anwohner wenden, wenn sie das nächtliche Gebell von Hirtenhunden in den Wahnsinn treibt. Er nehme Lärmklagen sehr ernst, sagt Boner zum Schweizer Fernsehen SRF.

Der Herdenschutzbeauftragte versucht in solchen Fällen jeweils zwischen Anwohner und Hundehalter zu vermitteln. Es gehe darum, für beide Seiten passable Wege zu finden. Eine mögliche Lösung sei beispielsweise, dass die Hunde die Nacht im Stall verbringen. Das Problem dabei: Sie verlernen das Verhalten, das sie im folgenden Jahr zum Schutz der Herde auf der Alp wieder brauchen würden. Auf der anderen Seite gab es laut Boner auch schon Anwohner, die sich Lärmschutz-Fenster einbauen liessen.

Das sei grundsätzlich ja die gleiche Situation wie bei einer lärmigen Strasse. In einigen Fällen sei es den Bauern auch möglich, Herden und Hunde auf einer vom Siedlungsgebiet ausreichend weit entfernten Weide unterzubringen. Oft gehe es bei diesen Streitereien zwischen Nachbarn eigentlich auch gar nicht ums Gebell, sondern um die Frage, ob man die Wiederansiedlung des Wolfes befürwortet oder nicht.

Meistens würden diese Konflikte zwar auf dem Buckel der Hunde ausgetragen, aber im Kern gehe es um etwas anderes. Stichwort: zwischenmenschliche Probleme. «Das Konfliktpotential ist hoch» Ein von Lärmschutzklagen betroffener Bauer ist Ueli Metz aus Mühlehorn GL. «Wenn eine Katze vorbeigeht, müssen die Hunde bellen», sagt Metz. Das Gleiche passiere, wenn ein Fussgänger mit einem Hund vorbeigeht oder wenn nachts ein Fuchs vorbeigeht. «Das Konfliktpotential ist schon hoch», sagt der Bauer. Metz hat schon 20 Lärmklagen am Hals.

«Das geht schon sehr an die Nerven», sagt der Schafbesitzer. Auf die Hirtenhunde verzichten will er jedoch nicht – schliesslich habe er seit ihrer Anschaffung nie mehr einen Wolfsriss gehabt. Als Kompromisslösung bringt Metz die Hunde abends nun jeweils in einen Stall. Grundsätzlich hält er aber fest: «Wer Ja sagt zum Wolf, der muss auch Ja sagen zum Herdenschutzhund.» (noo)

Quelle www.blick.ch

23.10.2014, Oberwallis - Einer will ihn lebendig, der andere tot. Die
unterschiedlichen Wolfs-Ansichten von Reinhard Schnidrig und Georges Schnydrig

von Simon Kalbermatten

«Menschen brauchen vor Wölfen keine Angst zu haben. Wir sind nicht auf seinem Speisezettel», sagt Reinhard Schnidrig, Leiter Sektion Wildtiere beim Bundesamt für Umwelt (Bafu). Dann wird er deutlich: «Die Schäfer müssen sich aber um ihre Tiere sorgen, denn nicht genügend geschützte Nutztiere – ausreichend Schutz bieten Ställe, Zäune oder Herdenschutzhunde – sind gefährdet, auch in der Nähe der Dörfer.» Schützen Schäfer ihre Schafe zu wenig?

R.einhard Schnidrig

Reinhard Schnidrig, 
Chef der Sektion Jagd, Fischerei, 
Waldbiodiversität

Dagegen Georges Schnydrig, Präsident der Kommission gegen Grossraubtiere, widerspricht vehement: «Das ist total lachhaft. Jeder Schäfer bemüht sich, seine Schafe zu schützen; so wurde schon ein grosser Mehraufwand betrieben, bisher jedoch vergeblich.» Der Wolf wird immer dreister und riss in jüngster Vergangenheit Tiere am Siedlungen hat. «Die grossen Raubtiere gehören nicht in die Dörfer und schon gar nicht am Tag. Es gibt für sie genügend Platz und Beutetiere im Wald und am Berg.» Erfahrungswerte aus anderen Gegenden in Europa –zum Beispiel Italien, Spanien, Frankreich, Sachsen oder Osteuropa – zeigen, dass europäische Wölfe nachts sehr gut mit den Infrastrukturen der Menschen zurechtkommen. Sie scheuen sich in der Dunkelheit nicht vor dem Überqueren von Strassen, Geleisen oder sogar Brücken und wandern relativ unbekümmert durch Maiensässe und Dörfer. Dies sei jedoch kein Anlass zur Unruhe, sagt Schnidrig: «Rein der Fakt, dass Wölfe mal in Dorfnähe gesichtet werden, ist noch nicht besorgniserregend. Schwierig wird es erst, wenn die Wölfe ihr Verhalten ändern und zunehmend häufiger die Siedlung aufsuchen und dem Menschen sogar mit dreistem Verhalten begegnen.» Umso wichtiger sei es, den Wolf nicht durch ungeschützte Nutztiere in Siedlungen zu locken. «Wenn sie die Scheu vor dem Menschen verlieren, müssen wir sie schiessen.» Diesen Abschuss fordert der Präsident der Kommission für Grossraubtiere bereits jetzt.

Georges Schnydrig.jpg

Georges Schnydrig, Präsident der Kommission gegen Grossraubtiere

«Die Bevölkerung muss das Problem Wolf selbst in die Hand nehmen und darauf achten, dass der Wolf in Eischoll verschwindet», lässt er sich zitieren. Dann poltert er: «Es braucht einen Angriff auf einen Menschen, bis die Einstellung in gewissen Kreisen endlich ändert.» Dass sich Eltern in Gegenden mit Wolfsbeobachtungen in Dörfern um ihre Kinder sorgen, versteht auch Schnidrig. «Angst ist immer real, sie kann und soll nicht wegdiskutiert werden, aber sie kann durch falsche Informationen geschürt und durch korrekte bewältigt werden. Ich empfehle Eltern, Vertrauen in die Behörden zu haben und nicht auf Polterer zu hören, die keine Lösungen anbieten können und nur lautstark unrealistische Forderungen in die Welt stellen.» Zusammenleben beider Tiere möglich Klare Forderungen bezüglich Wolfsabschuss haben auch verschiedene Walliser Medien. Lokalzeitung und Lokalradio fordern vehement den Abschuss. Beide fahren eine Hetz-Kampagne gegen den Wolf. Schnidrig: «Das habe ich festgestellt. Ich bekomme das alles sehr zeitnahe mit. Zum einen beobachten wir im Bafu die Medien betreffend unserer Themen sehr genau, zum anderen konsultiere ich als Walliser die Walliser Medien jeden Tag. Und ich bekomme nach solchen ‹Berichten› auch immer viele gehässige Mails.»

Bewilligung für den Wolfsabschuss 

In einer Bewilligung für den Wolfsabschuss sieht auch Wolfsgegner Schnydrig den einzig vernünftigen Entscheid. «Das ist die einzig richtige Lösung. Wir haben schlicht keinen Platz für den Wolf.» Dass ein Zusammenleben mit dem Wolf in anderen Regionen stattfindet, glaubt Schnydrig nicht: «In Italien wurden von 300 Kühen deren 50 gerissen und in Frankreich gehen einige Schäfer bewaffnet auf die Alpe, um sich selber zu schützen», sagt er. Reinhard Schnidrig teilt diese Einschätzung nicht. Darauf, ob ein Zusammenleben zwischen Schafen und Wölfen möglich sei, antwortet er: «Ja und Nein. Ja, weil sich der Wolf weiterverbreiten und vermehren wird, dieser Prozess ist nicht aufzuhalten, aber zu steuern.» Klar nicht einverstanden sei er mit der Behauptung, ein Zusammengehen von Wölfen und Schafhaltungen sei nicht möglich. «Viele, wirklich viele Weltgegenden zeigen uns das Gegenteil, auch in nächster Nähe zur Schweiz. Und auch in unserem Land selber haben wir Regionen, wo das Zusammenleben relativ gut klappt.» Anpassen müsse sich dabei vor allem der Mensch, sagt der Sektionsleiter, der selber bereits mehrere Male Wölfen begegnet ist und dabei «stets Respekt, aber nie Angst empfunden hat.» «Anpassen muss sich jene Art, die zu Reflexion und Moral fähig ist, der Mensch. Die Tiere handeln instinktiv und sind nie böse, aber auch nie gut. Im Wallis müssen Politiker und Behörden den betroffenen Schafbauern helfen, die notwendigen Umstellungen der Betriebsstrukturen anzugehen.» Zudem solle die ausgestreckte Hand des Bundes nicht geschlagen werden, sondern man solle sie ergreifen. 

Quelle: Rhone Zeitung

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