Kaum wurde der Bär M25 vergangenen Freitag zwischen Zernez und Brail gesichtet, hat er schon zwei Schafe gerissen.

Brail. – Wie ein Landwirt am Sonntag aus Brail mitteilte, riss der Bär bereits zwei seiner Schafe. Der Chef der Wildhut aus dem Jagdbezirk Unterengadin Val-Müstair, Guolf Denoth, konnte dies gegenüber der «Südostschweiz» bestätigen. Weitere Risse seien bisher jedoch nicht bekannt.

Bär M25 

Bär M25 in der Nähe von Zernez

Keine Lokalisation seit Samstagabend

Zuletzt wurde der Bär am Samstagabend um 21 Uhr am Flülapass lokalisiert. Sein aktueller Standort ist zurzeit nicht bekannt, da die GPS-Daten aufgrund einer fehlenden Handynetz-Verbindung nicht versandt wurden.

«Es ist schwierig zu sagen, ob er noch im Engadin weilt oder Richtung Norden weitergezogen ist», meint Denoth.

Quelle: suedostschweiz.ch

Anmerkung der Redaktion von ATsenzaGP:

Uns erreichte folgende Mitteilung von einem Bauer aus Brail (Name der Redaktion bekannt):

Im Artikel der Südostschweiz vom Samstag 10 Mai wurde berichtet, dass die Landwirtschaft informiert wurde. Dies ist aber nicht so! Ich hatte 30 Schafe seit Anfang Mai auf der Weide und habe über die Risse nur per Zufall erfahren.  Die Wildhut wusste, dass er sich am Freitag Abend näher als zwei Km von meiner Schafherde aufhielt. Das kann doch so nicht sein. Auch die Medien haben bis jetzt über den Vorfall vom Samstag nichts berichtet . Dies ist zeigt eimal mehr wieder das Medien und Behörden alles vertuschen wollen.

 

WALLIS/KIRCHDORF | DerBegriff «rechtfertigender Notstand» im Strafge -setzbuch ermöglicht es, einen Wolf ohne Bewilligung straflos abzuschiessen, sagt Rechtsprofessor Rainer Schumacher

Walliser Bote
Dienstag, 4. März 2014

Der promovierte Anwalt aus Kirchdorf AG bei Baden mit einer Professur an der Universität Freiburg, verheiratet mit einer Oberwalliserin, ist überzeugt, dass ein Schütze nicht strafrechtlich für einen unbewilligten Wolfsabschuss belangt werden kann, sofern die Voraussetzungen des Artikels 17 des Strafgesetzbuchs (StGB) erfüllt sind. Unter der Überschrift «Rechtfertigender Notstand » heisst es im besagten Artikel: «Wer eine mit Strafe bedrohte Tat begeht, um ein eigenes oder das Rechtsgut einer anderen Person aus einer unmittelbaren, nicht anders abwendbaren Gefahr zu retten, handelt rechtmässig, wenn er dadurch höherwertige Interessen wahrt.»

Wolf
 

Der Notstandshelfer bleibt ebenfalls straflos

Mit anderen Worten darf ein Wolf, der sich einer Schafherde nähert oder in der Nähe einer Siedlung herumstreift, sofort ohne Bewilligung straflos abgeschossen werden. Schumacher deutet einen Wolf in der erwähnten Umgebung «als eine konkrete und unmittelbar drohende Gefahr im Sinne der Rechtsprechung des Bundesgerichts ». Diese Gefahr lässt sich nur durch sofortiges Eingreifen, das heisst durch den Abschuss des Wolfs, abwenden. «Bereits ein einziges Schaf, dem nach einem mörderischen Wolfsbiss ein qualvoller Tod droht, ist ein höherwertiges Rechtsgut, zu dessen Rettung der Wolf abgeschossen werden darf», sagt Schumacher. Der Jäger, der von einem Schafzüchter um Notstandshilfe ersucht worden ist, bleibt als Notstandshelfer ebenfalls straflos. Schumacher stützt sich dabei insbesondere auf das Urteil des Bundesgerichts 6S.118/2002 vom 25. September 2002 (BGE 129 IV 6 ff., Erwägung 3.1).

Präventiv keine unbewilligten Abschüsse

Die abstrakte Gefährdung des Tourismus durch den Wolf – zum Beispiel durch die allgemeine Wolfsgefahr oder indirekt durch die bissigen Herdenschutzhunde – ist im Vergleich dazu jedoch kein rechtfertigender Notstand im Sinne des Art. 17 StGB. Präventiv dürfen also keine unbewilligten Abschüsse getätigt werden.

StGB hat als allgemeine Norm Vorrang

Dass der Wolf laut Berner Konvention (amtliches Übereinkommen zum Erhalt wildlebender europäischer Tiere und Pflanzen) als streng schützenswertes Raubtier gilt und laut Jagdgesetz als schützenswert, mindert die Aussagekraft des StGB laut Schumacher nicht. Art 17 StGB ist die allgemeine Norm, die Vorrang vor anderen gesetzlichen Bestimmungen (zum Beispiel des Jagdgesetzes) besitzt. Die Thematik Wolf wird uns noch lange begleiten. Fachleute gehen davon aus, dass die heute rund 20 Wölfe in der Schweiz ihre Population jährlich um einen Drittel steigern. Folglich könnten schon bald einmal bis zu 300 Wölfe, verteilt auf rund 50 Rudel, durch die Schweizer Alpen schleichen. In den vergangenen Wochen war es um die Wolfspräsenz im Oberwallis erstaunlich ruhig. Sobald die Schafhalter ihre Tiere wieder ins Freie lassen, dürfte sich das ändern.

Der Herdenschutz bewegt die Schweizer Schafzüchter
VON UELI HANDSCHIN

Südostschweiz 24.02.14

Der Schutz vor Grossraubtieren ist nach wie vor das Thema, das Schafzüchter am stärksten bewegt. Dies zeigte sich an der gestrigen Delegiertenversammlung des Schweizerischen Schafzuchtverbandes (SZV) in Bonaduz.

Die Rahmenbedingungen für die Schafhalterinnen und -halter seien «auch schon günstiger» gewesen, räumte Mario Cavigelli gestern in Bonaduz in seiner Begrüssungsansprache ein. In der Turnhalle eingefunden hatten sich 225 Delegierte aus allen Landesteilen. Der Regierungspräsident, dem das Amt für Jagd und Fischerei unterstellt ist und der sich deswegen mit den Bären und Wölfen herumzuschlagen hat, versicherte den Schafzüchtern, einer Meinung mit ihnen zu sein: Ziel der Bemühungen um die Grossraubtiere sei es, dass Schafe auch in Zukunft auf den Alpen sömmern könnten.

LAUT CAVIGELLI ist im Umgang mit den Grossraubtieren die Frage der Akzeptanz in der Bevölkerung von zentraler Bedeutung. Nicht nur die Bevölkerung des Mittellandes, wo nicht Bären oder Wölfe, sondern höchstens Wildschweine zu schaffen machten, müsse die wieder zugewanderten Raubtiere akzeptieren können, sondern auch diejenigen, deren Lebensraum direkt betroffen sei. Also in erster Linie die Schafhalter.

Cavigelli kritisierte den geringen Handlungsspielraum der Kantone. Mit dem Abschluss internationaler Konventionen und der Jagdgesetz-Gebung setze der Bund enge Schranken, überlasse den Vollzug aber den Kantonen. Die Suppe auszulöffeln hätten schliesslich die Tierhalter. Cavigelli unterstützte einmal mehr die Forderung der Schafzüchter, der Bund müsse nicht nur für die gerissenen Tiere finanziell aufkommen, sondern auch den Mehraufwand für den Herdenschutz berappen.

DIESER HERDEN SCHUTZ sei laufend verbessert, das kantonale Herdenschutzkonzept letztes Jahr umgesetzt worden. Pionierarbeit habe der dafür vom Kanton Beauftragte geleistet, erklärte Cavigelli. Er hielt aber auch fest, der Schutz mit Hunden funktioniere noch nicht zufriedenstellend. Probleme gebe es mit der Haltung der Hunde im Winter und wegen Konflikten mit Wanderern. Der Kanton werde «mit Überzeugung» an der Lösung dieser Probleme arbeiten.
Riccardo Caluori, Mitglied des Zentralvorstandes und der grösste von gerade noch drei Schafhaltern in Bonaduz, ist es zu verdanken, dass der Schweizerische Schafzuchtverband seine Jahresversammlung nach 26 Jahren wieder einmal in Graubünden durchgeführt hat. Caluori glaubt nicht daran, dass die Schwierigkeiten tatsächlich beseitigt werden können. Und er ist offenbar überzeugt, dass es der Mehrheit seiner Kolleginnen und Kollegen nicht anders geht: Würde Cavigelli den Auftrag geben, die Grossraubtiere auszurotten, könnte er mit der Ehrenmitgliedschaft des Verbandes rechnen, erklärte der leidenschaftliche Schäfer. Wohl wissend, dass dies allein schon aus rechtlichen Gründen undenkbar wäre.

DAS KONZEPT GROSS RAUBTIERE des Bundes wird derzeit überarbeitet. SZV-Präsident German Schmutz rief die Delegierten dazu, die dazu im April geplante Anhörung zu nutzen. Wenn das neue Konzept umsetzbar werden solle, «müssen wir jetzt dafür kämpfen», sagte der Präsident.


Am vergangenen Wochenende (6.01.2014) hat ein Jäger, der die Passjagd auf Füchse ausübte, in Nordbünden aus Versehen einen Wolf geschossen

Nachdem der Jäger den Fehler bemerkt hatte, erstattete er unverzüglich eine Selbstanzeige bei der Wildhut. Beim erlegten Wolf handelt es sich um ein junges männliches Tier. Der Abschuss erfolgte im Raum Domleschg.

Ob es sich beim erlegten Tier um ein vom Calanda abgewandertes männliches Jungtier handelt, kann erst nach Vorliegen des DNA-Befundes gesagt werden. Die Passjagd, während welcher vorwiegend Füchse erlegt werden, dauert noch bis Ende Februar.

Zwischen dem illegalen Abschuss zu Jahresbeginn und dem irrtümlichen Abschuss besteht kein Zusammenhang.

Vier weitere Wölfe des Calanda-Rudels sind genetisch identifiziert
Aufgrund von Kotproben konnten vier weitere Tiere des Calanda-Rudels identifiziert werden.
Dabei handelt es sich um zwei männliche Tiere M42 und M43 und zwei weibliche Tiere F10 und F11. Vermutlich sind es Welpen, die im Jahre 2013 geboren wurden.

Auskunftsperson:
Dr. Georg Brosi, Vorsteher Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, Tel. 081 257 38 92,
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gremium: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Quelle: dt Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Datum: 28.01.2014

 

Die private "Gruppe Wolf Schweiz" setzt ein Kopfgeld von 10'000 CHF für Hinweise zur Identität des Wilderers.

Am 8. Januar wird über diverse Medien bekannt, dass ein Jungwolf aus dem Calandarudel im Raum Tamins tot aufgefunden worden sei.
Umweltschutzgruppen wie WWF und Pro Natura kritisieren den illegalen Abschuss scharf.
Die private "Gruppe Wolf Schweiz"  setzt ein Kopfgeld von 10‘000.- Fr für Hinweise zur Identität des Wilderers. 

Man kann  wohl nur den Kopf schütteln , dass es überhaupt  zu der Aussetzung eines Kopfgeldes kam: Wenn die Bündner bisher so tolerant waren-,  warum dann nicht den Dialog mit der Bevölkerung suchen? Wie geht es den Menschen nun heute-, jetzt ,als die Wölfe wirklich da sind?  
Aber Dialog würde bedeuten, dass das  Thema transparent behandelt würde und die breite Öffentlichkeit nicht nur die Interessen des Wolfes und derer, die mit ihm ihr Geld verdienen serviert bekommt, sondern auch die Kehrseite der Medaille hören darf.  Die Gefahr, dass dann das  mit Steuergeldern grosszügig finanzierte Wolfskonzept des Kantons und des Bundes  in Frage gestellt werden könnte, ist offensichtlich zu gross. Aktionen wie die der Gruppe“ Wolf Schweiz „ kommen den Behörden gerade recht. Ihre Strategie alle negativen Folgen der Wiedereinführung der Grossraubtiere auszublenden, würde so problemlos erkannt!


In der Gemeinde Tamins und Umgebung , verdächtigt man sich  nach dem Vorfall gegenseitig.  Menschen, die sich über den Abschuss positiv äussern, bekommen Morddrohungen und nächtliche Anrufe. Dass es sich bei dem Thema Grossraubtiere in der Schweiz weiterhin um ein Thema mit grossem Konfliktpotential handelt, zeigt sich immer im kleinen, dort wo der Wolf oder der Bär gerade sich aufhält.  
Ein grosser  Teil  unserer Bevölkerung ist klar der Meinung , dass die Gruppe „Wolf Schweiz „ihre evtl.Kompetenzen  klar überschritten hat:  Die Suche nach dem Wilderer ist, wenn schon,  Aufgabe der Polizei, seine evtl.  Verurteilung Sache der Justiz .
Die Aussetzung der Gruppe Wolf Schweiz eines  Kopfgeldes  von 10‘000.-Fr für Hinweise ist eindeutig gesetzeswidrig -, sie ist reine Unruhestiftung in der Bevölkerung.


Artikel 258 des Schweiz. Strafgesetzbuch bestraft wer Schrecken in der Bevölkerung verursacht, wie folgt : „Wer die Bevölkerung durch Drohung mit einer Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum…. In Schrecken versetzt, wird mit  Zuchthaus bis zu 3 Jahren oder mit Gefängnis bestraft.“
Man muss sich wohl fragen, warum die Behörden bei diesen schweren Drohungen und Machenschaften eines Kopfgeldes, und eines derartigen,  nicht längst eingeschritten sind und das entsprechende Strafverfahren von Amtes wegen  gemäss Art. 258 StGB gegen die Verantwortlichen der Gruppe Wolf Schweiz eingeleitet haben.


Vereinigung Lebensraum ohne Grossraubtiere

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