März 2016, Niedersachsen - Weil sie immer mehr Rinder durch die Ausbreitung des Wolfes verlieren, geben die Bauern in Wietzendorf (Niedersachsen) ihre Weidetierhaltung solange auf, bis endlich Hilfe von der Politik kommt.

von Alfons Deter  (top agrarONLINE)

Wie die Land & Forst berichtet hat der Wolf in der Region seit 2013 regelmäßig, manchmal im Wochenrhythmus Kälber gerissen.Die Tiere seien inzwischen völlig panisch und wären auch durch Zäune nicht mehr zu halten. Ein Landwirt berichtet, dass die Kühe inzwischen so verstört seien, dass man nicht mehr an sie herankomme. Offen darüber sprechen, könne er aber auch nicht, weil Wolfsliebhaber ihn direkt anfeinden würden.So seien im Dorf mittlerweile nicht nur die Tiere verstört, sondern auch die Menschen, sagte er.

Den Tierhaltern fällt dabei immer häufiger auf, dass die Wölfe keine Scheu vor dem Menschen zeigen, teilweise liefen sie quer über den Hof. Verständlich ist demnach die Sorge der Bewohner , dass auch Kinder in Gefahr seien, zitiert die Zeitung einen Bauern weiter. Man wisse nie,wann der Wolf wieder vorbeikommt. Und wer es nicht glaubt, könne sich das Schauspiel vor Ort ansehen.

Selbstgedrehte Videos beweisen die Besuche, etwa wie Wölfe bis auf wenige Meter an den Schlepper herankommen . Nur wenige Kilometer weiter, in Hetendorf und Seeklingen, würden die Wölfe inzwischen schon tagsüber durchs Dorf streunen.

Und so bleibt den Tierhaltern nichts anderes übrig, als nachts schnellauf die Weide zu fahren, wenn die Kühe in Todesangst brüllen und verstörte Muttertiere eine Wagenburg gebildet haben, um sich zu schützen.

Entschädigui:ig bekommen die Bauern laut der Land & Forst aber nur, wenn die Weide mit Stromdrähten eingezäunt ist. Bei Weidegrößen um 40 ha stellt das die Tierhalter aber vor große Probleme, auch finanzieller Art.

Für viele würde sich die Mutterkuhhaltung dann nicht mehr lohnen, abgesehen davon, dass Stromdrähte eh nichts bringen. Aus diesem Grund hören derzeit immer mehr Landwirte auf, Meyer werde dann schon merken, dass seine Idee von der Förderung der Weidetierhaltung zwecklos isf, sagen sie. Ihrer Meinung nach unternimmt der Staat viel zu wenig, um dem verheerenden Trend entgegenzuwi rken.Der Wolf sei viel zu streng geschützt.

Sehr geehrte Mitglieder der VLohneGRT
Die vierte ordentliche Generalversammlung findet am

Samstag, den 23. April 2016, um 20.00 Uhr,
im Hotel Zarera, 7742 Sfazù statt.

Wir laden Sie herzlich dazu ein.

TRAKTANDENLISTE

  1. Einleitung
  2. Wahl der Stimmenzähler
  3. Bestätigung der Traktandenliste
  4. Protokoll der 3. ordentlichen Generalversammlung
  5. Bericht des Präsidenten
  6. Bericht des Kassiers
  7. Bericht der Revisoren
  8. Jahresbeitrag 2017
  9. Vorgesehene Aktivitäten 2016 – 2017 10.

Beiträge der Gäste: Georges Schnydrig, Ko-Präsident des Vereins „Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere.
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresbeitrag auf Fr. 30.- für Einzel-Mitglieder und auf Fr. 50.- für Vereinigungen zu belassen.
Auch versäumte Beiträge aus dem Jahr 2015 sind willkommen.

San Carlo, März 2016 der Präsident Otmaro Beti

Adresse: ATsenzaGP
Casella Postale
7742 Poschiavo

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Bank-Konto ATsenzaGP IBAN: CH02 8110 3000 0046 7914 8 (Raiffeisen, 7745 Li Curt)  

Poschiavo, 20.03.2016 - Die Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere Graubünden distanziert sich klar von der illegalen Tötung eines Jungwolfes im Domleschg.

Unsere Vereinigung wurde gegründet, um die Interessen der gesamten Bevölkerung und der Tierhaltung gegen die Schäden und die Gefahren der Wiederansiedlung der Grossraubtiere zu wahren.

Der Kadaver des Jungwolfs in Sils im Domleschg. (Bild: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden)

Der Kadaver des Jungwolfs in Sils im Domleschg. (Bild: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden)

Da wir überzeugt sind, dass ein friedliches Zusammenleben von Wolf und Mensch in der Schweiz heute nicht möglich ist, setzen wir uns für eine Regulierung der Wolfbestände ein, welche die Herabsetzung seines absoluten, in der Berner Konvention festgeschrieben Schutzes bedingt, wie es in 24 anderen Mitgliedstaaten der Berner Konvention bereits der Fall ist.

Wir wollen die Alpenregionen als Erholungsraum für Tourismus und Sport, sowie als Wirtschaftsraum erhalten. Dies kann nur im Dialog mit den Behörden und mit der Politik erreicht werden, die Wilderei lehnen wir ab, sie ist illegal und kontraproduktiv.

Rico Calcagnini, Pressesprecher der Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere Graubünden

Der Vorstand des Lebensraums Schweiz ohne Grossraubtiere informiert am 3. März 2016 eine Delegation von National- und Ständeräten sowie verschiedene landwirtschaftliche Verbände über die Situation der Grossraubtiere in der Schweiz

Dabei wurden die Anwesenden über die Umsetzung des Austrittes aus der Berner Konvention sowie der Motion Rieder (Imoberdorf) über die ganzjährige Bejagbarkeit des Wolfes, welche am 9. März 2016 vom Ständerat behandelt wird, sensibilisiert.

Der Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere hat im Weiteren seine Kernthemen wie den Erhalt des ländlichen Wirtschafts- und Lebensraums der Schweiz, den Schutz der Bevölkerung, die Sicherung der Landwirtschaft, die Interessenkonflikte mit dem Tourismus sowie Kosten- und Rechtsfragen präsentiert.

Die politischen Anträge sind deponiert. Der Verein erwartet die Umsetzung im Interesse und Respekt gegenüber den ländlichen Regionen. Die betroffenen Bevölkerungsgruppen zählen auf die Solidarität der Parlamentarier aus den urbanen Regionen.

Weitere Auskünfte:

G. Schnydrig Tel. 078 736 62 58 Ko-Präsident Verein Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere

Poschiavo, 10.02.2016 - Gemäss Mitteilung der Parlamentsdienste vom 5. Februar hat sich die Mehrheit der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerates (UREK) für die Motion des Wallisers René Imoberdorf ausgesprochen.

Der Vorstoss verlangt, dass der Wolf mit entsprechender Anpassung des Jagdgesetzes bejagt werden kann. Da dies mit der Berner Konvention, die den Wolf als streng geschützte Tierart führt, nicht zu vereinbaren ist, muss die Schweiz diesen Vertrag kündigen, mit der Option eines Wiedereitritts mit einem Wolf-Vorbehalt.

Die Kommission erachtet die bisherigen Massnahmen wie Herdenschutz und Abschuss einzelner, schadenstiftender Wölfe als nicht ausreichend und verweist auf Erfahrungen aus verschiedenen Ländern Europas, die zeigen, dass die Zunahme der Wölfe mit wirkungsvollen Eingriffen gebremst werden muss.

Trotz der Bejagbarkeit würde der Wolf in Naturpärke und Wildschutzgebiete noch genug Schutz finden. Die Vereinigung Lebensraum ohne Grossraubtiere Graubünden, die sich für den Erhalt und die Pflege der Bergwelt und für den Schutz ihrer Bevölkerung vor Grossraubtieren einsetzt, freut sich über den Entscheid der Kommission.

Sie hofft, dass während der nächsten Session die Motion Imoberdorf überwiesen wird und damit die skandalöse Situation mit der ausstehende Umsetzung der Motion Fournier aus dem Jahr 2010, die den Austritt aus der Berner-Konvention verlangt, nun endlich geregelt wird.

Für unsere Bergbevölkerung sind gesetzliche Grundlagen zur Regulierung nicht nur der Wolfspopulation, sondern aller Grossraubtiere wichtig, bevor es zu spät ist.

Es gibt bereits einige Alpbetriebe, die aufgrund der von Wölfen verursachten Schäden, nicht mehr bestossen und beweidet werden. Je länger wirksame Massnahmen fehlen, desto schwieriger wird es, die Vergandung der betroffenen Gebiete und die Abwanderung der Bergbevölkerung zu stoppen.

Rico Calcagnini, Pressesprecher Verein Lebensräume ohne Grossraubtiere

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