Bern, 26.01.2016 - Seit gut fünf Jahren bastelt das BAFU an einem wirksamen Wolfskonzept herum. Entgegen besseren Wissens hält es am Prinzip einer flächendeckenden Ausbreitung der Wölfe in der Schweiz fest.

Die Konsequenzen sind heute feststellbar: Rekordhohe Risszahlen bei Nutztieren im Sömmerungsgebiet, Übergriffe auf Rinder auf den Heimbetrieben und streunende Wölfe in Siedlungen. Der Bund bessert ständig nach und betreibt eine „Pflästerlipolitik“.

In der vorliegenden Vollzugshilfe zum Wolfsmanagement bekennt er sich erstmals zur Gefährlichkeit vom Wolf für den Menschen beziehungsweise Haushunden. Die Einschätzung vom BAFU geht in die richtige Richtung, klammert aber die Gefährlichkeit von Wölfen für die Nutztiere aus.

So schätzt das BAFU die Tötung von Nutztieren am hellen Tag als unbedenkliches Verhalten ein. Ebenso Risse in der Nähe von bewohnten Häuser und Siedlungen. Bloss auffällig verhält sich ein Wolf, der trotz Herdenschutz in der Nähe von Siedlungen Nutztiere wie Kälber, Schafe oder Ziegen angreift und tötet.

Tötet ein Wolf hingegen ein Haushund, ist das Grund genug, ihn sofort zum Abschuss freizugeben. Nutztierhalter und deren Schutzbefohlene werden dem Wolf quasi zum Frass vorgeworfen. Die Interessen der Bergbevölkerung und Tierhalter werden ignoriert.

Der Verein Lebensraum ohne Grossraubtiere fordert das BAFU auf, dringend Korrekturen vorzunehmen: Wolfangriffe auf Nutztiere sind als unerwünschtes und problematisches Verhalten eines Wolfes einzustufen.

Weitere Auskünft: G. Schnydrig Tel. +41 78 736 62 58 G. Mattei Tel. +41 79 428 40 59 Ko-Präsidenten Verein Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere

Einer der vielen WWF-Grossraubtier­ Experten stilisiert sich während der Sen­dung zu einem Staatskontrolleur hoch, indem er Einsicht in Unterlagen und Protokolle der Ämter in Graubünden und St. Gallen nehmen will.

Zur Sendung «Schweiz aktuell» auf SRF vom 30. November 2015, von LUZIUS HASSLER, CHUR

Die Aussage die­ses Grossraubtier-Experten des WWF während der Sendung « Schweiz aktuell» haut jedem Fass den Boden heraus. Für mich ist diese Äusserung eine pure Frechheit und Arroganz von einer Per­son, von welcher der Zuschauer nicht einmal weiss, weshalb er sich Gross­raubtier-Experte nennt.

Solche Aussprü­che kann und will ich als «normaler» Staatsbürger nicht akzeptieren. Seit Wölfe und Bären in unserem Kanton sind, wimmelt es von Experten, die uns vorschreiben wollen, was zu tun und was zu lassen ist. Vor allem schrecken diese Leute zusätzlich vor keiner noch so hohen Geldforderung an den Staat zu­rück.

Der dumme Steuerzahler soll für das Hobby dieser Leute aufkommen. Vor allem heute, wo an allen Ecken und Enden gespart werden muss, be­greife ich nicht mehr, dass man über das Fernsehen solche Experten zu Wort kommen lässt. Wenn Kantone unter an­ derem bereits an Schule und Bildung extrem zu sparen beginnen, ist es völlig da­ neben, sich den Luxus «Grossraubtiere» zu leisten.

Mir liegen die Kinder und ihre Zukunft, im Gegensatz zu WWF, Pro Na­tura und sektiererischen Tierschützern, noch alleweil weit mehr am Herzen als das sinnlose Implementieren von Gross­raubtieren in eine Umwelt, die für diese Tiere zu wenig Platz bietet.

Fazit:

Der WWF soll gescheiter die schwerwiegenden «Defizite » ausbügeln, die im «Schwarzbuch WWF» aufgelistet sind, und seine Einkünfte und Verträge von neutralen Staatsorganen kontrollie­ren lassen. •

Poschiavo, 2. Dezember 2015 - Mit Genugtuung nimmt der Verein Lebensräume ohne Grossraubtiere davon Kenntnis, dass die Kantone Graubünden und St. Gallen beim BAG den Abschuss von zwei Calandawölfen beantragt haben

Pressemitteilung des Vereins Lebensräume ohne Grossraubtiere

Dem Beschluss der beiden Kantone sind jahrelange Beobachtungen und Abklärungen vorausgegangen. Ihr Entscheid stützt sich auf die vom Bundesrat am 15. Juli 2015 in Kraft gesetzte Ergänzung der entsprechenden Jagdverordnung. Es ist erfreulich festzustellen, dass die Politik die Sorgen der Bevölkerung im gesamten Calandagebiet ernst nimmt. Bekanntlich haben die Wölfe des ersten Schweizer Rudels, aber nicht nur diese, die Scheu vor den Menschen verloren und nähern sich vermehrt den Siedlungen, was für die Bewohner und die Tiere eine ständige Bedrohung darstellt. Bestimmt ist mit diesem Schritt der kantonalen Behörden das Problem der Wiederansiedlung des Alpenraums mit Grossraubtieren nicht gelöst, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Unsere Vereinigung wird sich weiterhin für den Schutz der Bevölkerung und der Nutztiere einsetzen und dafür sorgen, dass der Wolf ganz aus unserem Lebensraum verbannt wird.

Rico Calcagnini, Pressesprecher Verein Lebensräume ohne Grossraubtiere

Graubünden, 1.12.2015 - Der Bündner Naturfotograf, Dokumentarfilmer und Autor Peter A. Dettling befasst sich seit 2013 regelmässig mit den Wölfen am Calanda. Die Erforschung der Calanda-Wölfe soll das letzte Kapitel seines Wolfsprojekts Amarok werden. Dettling warnt vor Wolfsabschüssen und plädiert vielmehr für Aufklärung.

von Stefan Borkert, Thurgauerzeitung 

 Herr Dettling, wann waren Sie zuletzt am Calanda unterwegs?

Peter A. Dettling: Seit 2013 bin ich regelmässig im Gebiet der Calanda-Wölfe unterwegs. Seit April dieses Jahres wohne ich sogar im Gebiet, damit ich tagtäglich Erfahrungen vor Ort sammeln kann. So auch heute.

Peter Dettling

Peter A. Dettling Autor, Dokumentarfilmer und Wolfsforscher
aus Sedrun, lebt auch in Kanada
(Bild: Stefan Borkert)

Und haben Sie Wölfe gesehen?

Dettling: Wolfsobservationen im Freiland sind extrem schwierig und sehr zeitraubend, gerade hier am Calanda. Speziell Wölfe habe ich heute leider nicht gesehen, dafür aber frische Spuren entdeckt. In der Vergangenheit war ich aber auch schon erfolgreicher.

Sie haben die Wölfe am Calanda also schon oft beobachten können. Jetzt wollen die Bündner und St.Galler Wildhut zwei Jungwölfe abschiessen. Macht das Sinn?

Dettling: Aus meiner Sicht und nach meiner Erfahrung macht das keinen Sinn. Es gibt auch wissenschaftliche Studien, die vor solchen Teilabschüssen, wie sie jetzt geplant sind, warnen, weil sie kontraproduktiv sind. Viel wichtiger wäre es, die Bevölkerung darüber aufzuklären, was normales Wolfsverhalten ist. Dazu muss man aber zuerst mal wissen, was normales versus abnormales Wolfsverhalten ist.

lese weiter und stimme ab auf www.thurgauerzeitung.ch

Vortrag Wolf 2015

Bitte Termin vom 08.12.2015 in Thun reservieren und möglichst viele Leute aus der Region, Romandie und dem Wallis mobilisieren.

Wir aus Graubünden und St.Gallen werden mit einer Delegation anwesend sein!

Es kann nicht sein dass die Städtler entscheiden, wie wir auf unsere Berge leben sollen.

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