Grabs, 21.5.15 - Im Restaurant Schäfli in Grabs wurde die VWL Vereinigung zum Schutz der Weidetierhaltung und ländlichem Lebensraum erfolgreich gegründet

Mit einstimmigem Resultat wurde Herr Martin Keller als Präsident gewählt. Auch alle anderen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig bestätigt.

Fast alle anwesenden Personen sind der Vereinigung beigetreten.  Besonders gefreut haben den Beteiligten die Glückwünsche aus der Politik, mit der Betonung, dass so eine Vereinigung zwingend notwendig geworden sei.

VWL

Es hat sich schon eine Ortsgemeinde um den Beitritt erkundigt und wie es tönt könnten sich noch mehrere Ortsgemeinden der Vereinigung anschliessen, wodurch das politische Gewicht der Organisation gestärkt werden könnte.

Auch konnten Delegierte und Präsidenten der Schafzucht- und Schafhaltervereine begrüsst werden. Sie werden sich bei ihren Mitgliedern für das Ziel der Vereinigung einsetzen.

Nun gilt es die Strukturen zu ordnen und den Aufbau der Vereinigung voran zu treiben.


 

Bern, 30.03.2015 - Forstfachleute sind überzeugt, dass der Wolf einen Beitrag zur Lösung der Wildschadenproblematik leisten kann. Beobachtungen am Calanda sollen Aufschluss über den wirklichen Nutzen des Wolfs bringen

Wo Grossraubtiere auftauchen, kommt es früher oder später zu Konflikten mit Nutztieren und ihren Haltern. Das ist einer der Nachteile von Luchs, Wolf und Bär. Grossraubtiere haben aber auch Vorteile, schreibt der Schweizer Forstverein, der sich beim Bundesrat für die Präsenz des Wolfes einsetzt und die natürliche Einwanderung und Ausbreitung des Wolfes fordert. Zuletzt bekräftigt der Verein seinen Standpunkt Ende März bei der Stellungnahme zur Revision der Jagdverordnung, die die Bejagung von Wölfen vereinfachen soll.

Wölfe sind nützlich?

Primäres Ziel des Forstvereins ist die Erhaltung des Waldes, und der Wolf soll dabei einen wichtigen Beitrag leisten. «Wo Luchs und Wolf regelmässig vorkommen, werden weniger Schäden an der Waldverjüngung festgestellt», schreibt der Verein. Die Rechnung dazu für den Verein ist einfach: Rehe, Gämsen und Hirsche fressen gerne Knospen, Zweige und Rinden von Jungbäumen. Luchse wiederum fressen gerne Rehe und Gämsen, Wölfe zusätzlich noch Hirsche. Durch ihre Gefrässigkeit leisten Luchs und Wolf einen Beitrag zur Reduktion hoher Wildbestände und verhindern grosse Konzentrationen. Folglich gehen auch die Verbissschäden zurück.

Schwieriger ist der Nachweis dieser Kausalkette

«Wir gehen davon aus, dass der Einfluss des Wolfes auf die Waldverjüngung positiv ist, doch wissenschaftlich verbrieft ist noch nichts», sagt der Bündner Kantonsförster Reto Hefti. Um die Wechselwirkung zwischen Wolf und Wald besser dokumentieren zu können, hat das kantonale Amt für Wald und Naturgefahren seine Beobachtungen rund um den Calanda, wo bis heute schweizweit das einzige Wolfsrudel lebt, hinsichtlich der Jungwaldflächen intensiviert. Der Impuls dafür kam auch vom Bundesamt für Umwelt. Gefestigte Resultate sind gemäss dem zuständigen Bündner Waldökologen Ueli Bühler aber nicht vor Mitte 2019 zu erwarten. Forstfachleute freuen sich schon heute um die öffentliche Gelder.

Sollen die Wölfe die Jäger ersetzten?

Der Schweizer Forstverein bezeichnet trotzdem die Jagd und die Holznutzung als wichtigste Massnahme, um Wald und Wild im Gleichgewicht zu halten. Warum sollen dann diese wichtigen und nützlichen menschlichen Beschäftigungen, die einen grossen Beitrag der Wirtschaft und der Ökologie leisten und dem Staat Einnahmen bringen, zugunsten von Grossraubtieren reduziert werden? Das ist unsere Frage. Diese ist aber nicht die Frage von Forstfachleute die von öffentlichen Geldern leben.

 

Chur, 20.05.2015 - Seit zehn Jahren ist der Kanton Graubünden wieder Bärenland. Elf Bären, 113 gerissene Haustiere und viel Lehrgeld sind die Bilanz von einem Jahrzehnt Bär in Graubünden

Chur. – Am 28. Juli 2005 ist der erste Braunbär seit 101 Jahren auf Schweizer Boden gesichtet worden. Die Schweiz war entzückt über JJ2 alias «Lumpaz». Es folgte ein Medienhype sondergleichen. Heute, zehn Jahre nach diesem Ereignis, ist von Enthusiasmus nur noch wenig zu spüren.

«Man musste feststellen, dass es deutlich schwieriger ist, einen Bären in einer Kulturlandschaft zu haben, als man sich am Anfang vorgestellt hatte», sagt Georg Brosi, Vorsteher des Amts für Jagd und Fischerei Graubünden. Die Räume seien für den Bären zu eng und die Verlockung zu gross, sich seine Nahrung in der Nähe des Menschen zu suchen. Auf das Konto der Bären gehen bisher nachweislich 113 Haustiere. An die Landwirtschaft (inklusive Imker) wurden Schäden im Betrag von knapp 100 000 Franken ausbezahlt. 

Zwei Abschüsse bei elf Bären

Von allen DNA identifizierten Bären – es waren insgesamt sieben, waren alle männlich.  Zwei Bären mussten seit 2005 in Graubünden erlegt werden, beides Bären, die gemäss «Konzept Bär Schweiz» als sogenannte «Risikobären» eingestuft werden mussten. JJ3 und M13 hatten keine Menschenscheu mehr, näherten sich immer wieder den Siedlungen und richteten Schäden an. Heute steht JJ3 ausgestopft im Bündner Naturmuseum.

JJ3 Naturmuseum Chur

JJ3 ausgestopft im Bündner Naturmuseum

Chronik zehn Jahre Bären in Graubünden

2005: Im Juli 2005 wandert ein Bär aus dem italienischen Trentino in die Val Müstair ein. Es ist JJ2, der von der Zeitung Blick «Lumpaz» getauft wird.

2007: Zwei Bären tauchen in Graubünden auf: JJ3 – der Bruder von JJ2 – und der menschenscheue MJ4.

2008: JJ3 wird im April 2008 aufgrund seiner fehlenden Scheu vor Menschen in Mittelbünden erlegt. MJ4 überquert die Grenze in Richtung Italien noch im Frühling 2008.

2009: Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) publiziert das «Konzept Bär Schweiz».

2010: Im Juni 2010 wandert erneut ein Bär in die Schweiz ein. Es ist M2.

2011: Zwei Bären tauchen in Graubünden auf, einer in Susch, der andere in Brusio, beide ohne identifizierende DNA (bei Bär Brusio vermutlich M7)

2012: Bär M13 nähert sich im Puschlav sehr den menschlichen Siedlungen. Er wird als «Risikobär» eingestuft. In Miralago erschreckt M13 ein 14-jähriges Mädchen.

2013: M13 wird getötet.

2014: Mit M25 wandert im Mai 2014 erneut ein Braunbär nach Graubünden ein. Der Bär hält sich nur kurze Zeit in der Schweiz auf und wandert Ende Mai 2014 zurück nach Italien. Innerhalb eines Monats sammelt der WWF Schweiz 22 509 Unterschriften für seine Petition «Viva M25». Die Behörden werden dazu aufgefordert, den Braunbären nicht wie seine Vorgänger töten zu lassen. Im August 2014 reisst M25 im Puschlav zwei Esel auf der Weide. In der Val Plazèr bei Tarasp taucht ein unbekannter, sehr scheuer Bär auf.

2015: Am Auffahrtsmorgen entdecken Autofahrer im Puschlav. Auffallend ist seine helle Fellfarbe. Seine Identität ist noch nicht bekannt. (fh)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 21.05.2015, 07:53 Uhr
  • Webcode: 3247551

Wo stehen wir heute, 10 Jahre nach Lumpaz"?

 mit Stefan Engler (Ständerat),
Anita Mazzetta (WWF),
Victor Peer (Gemeindepräsident und Landwirt),
Urs Wohler (TESSVM),
Georg Salomon (Jäger).
 
Moderation: Nicolo Bass

Termin: Do, 21 Mai 2015 / 20:00 - 22:00

Ort: Schulhaus Scuol

Podiumsdiskussion 21-5-2015

  Lade den Artikel vom SPIEGEL Jahr 2005 "Lumpaz auf Wanderschaft" herunter

Wallis, 28 April 2015 - Der Verein «Lebensraum Wallis ohne Grossraubtiere» will «die Interessen der Landwirtschaft, des Tourismus und der gesamten Bevölkerung des Kantons Wallis gegenüber der Anwesenheit von Grossraubtieren wahrnehmen und verteidigen», so die Ankündigung

Zudem solle der Austritt aus der Berner Konvention vorangetrieben werden. Diese schützt Grossraubtiere heute vor dem Abschuss. Obwohl National- und Ständerat dieser Kündigung bereits zugestimmt haben, wird dies von Doris Leuthards Umweltdepartement nicht umgesetzt. Dies aus staatspolitischen Gründen.

Gründung Verein Wallis ohne Grossraubtiere

Kerngruppe des Vereins

Vergleichbare Vereine gibt es bereits in den Kantonen Graubünden ( www.atsenzagp.org ), Waadt und Freiburg. Zusammen mit diesen soll bereits im Mai ein nationaler Dachverband gegründet werden. Der Druck auf die Politik soll steigen. 

Die Geschäftsleitung des nationalen Verbandes wird von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete (SAB) übernommen.

Allein im letzten Jahr rissen Wölfe im Wallis 119 Schafe.

GENERALVERSAMMLUNG

Datum: Dienstag, 28. April 2015

Ort:       Mehrzweckhalle in Lalden

Zeit:      19:30 Uhr

 

Traktandenliste Gründungsversammlung

  1. Begrüssung 
  2. Einleitung - Referat Herr Egger Thomas, Direktor SAB
  3. Wahl der Stimmenzähler
  4. Präsentation und Genehmigung Statuten
  5. Festlegung Jahresbeitrag
  6. Wahlen Vorstandsmitglieder, Wahl des Präsidenten
  7. Wahl der Revisoren
  8. Diverses

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