Was ist neu an dieser Jahresversammlung und warum findet sie in Tiefencastel statt?

  • Die Ankunft im deutschsprachigen Gebiet: Die «Associazione territorio senza grandi predatori» ist stolz, ihre diesjährige Generalversammlung in Tiefencastel durchzuführen und gleichzeitig Gast der Arbeitsgruppe Nordbünden zu sein. Die Vereinigung freut sich über den kontinuierlichen Zuwachs von neuen Mitgliedern, die vorwiegend aus dem restlichen Kantonsgebiet stammen.
  • Der Vorstand ist davon überzeugt, dass die Vereinigung auch ausserhalb des Puschlavs wachsen muss, um das Ziel der Änderung der Berner Konvention zu erreichen.

       Dass die ATsenzaGP hier in Tiefencastel präsent ist, symbolisiert einen Neubeginn.

Schulhaus Tiefencastel

Schulhaus Tiefencastel

 

  • Ständiges Wachstum der ATsenzaGP: Die Anzahl der Mitglieder und der Unterstützer vergrössert sich stetig; die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Nordbünden wird zunehmend intensiver und besser koordiniert; der Wunsch, die Kräfte zu bündeln ist besser spürbar, die Übereinstimmung in den Argumenten und Zielen ist realisiert; damit ist die Schaffung einer starken kantonalen Vereinigung schon heute eine Realität.

 

  • Änderung der Statuten der ATsenzaGP: Die Veränderungen, welche die Generalversammlung vorschlägt, zielen darauf, die Strukturen zu reorganisieren und das Leitungsgremium schlanker zu gestalten, die Bildung von Arbeitsgruppen zu ermöglichen und die Entwicklung der Vereinigung der letzten Zeiten zu berücksichtigen.
  • Mit der Revision der Statuten will man die Integration der Arbeitsgruppe Nordbünden in die Puschlaver Vereinigung realisieren und somit den regionalen Charakter der Vereinigung überwinden.

 

  • Der vorgesehene Zweck in den Statuten: «Heute und in Zukunft, im Rahmen des Möglichen, die Interessen der gesamten Einwohnerschaft der europäischen Alpen und der angrenzenden Gebiete gegenüber der Anwesenheit von Grossraubtieren zu schützen.»

 

  • Andere wichtige Ziele: Änderung der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume (1979); die Bejagung der Grossraubtiere zu ermöglichen.

 

  • Die Erfolgsstrategie: Ständige Information der Bevölkerung, Förderung von parlamentarischen Vorstössen zum Schutz der Berggebiete, Bekanntmachung der vorgesehenen Aktivitäten, Aufzeigen der von den Grossraubtieren verursachten Schäden, Sensibilisierung der Institutionen und der Politiker.

 

  • Die internationale Arbeitsgruppe: Das bereits grosse internationale Informationsnetz entwickelt sich immer weiter; über die vielen persönlichen Kontakte, die entstanden sind, erfahren wir z.B. von den grossen Problemen, welche die Anwesenheit des Wolfes in Frankreich, in Lessinien oder in Brandenburg verursacht hat. Es ist gut über alles informiert zu sein, weil die Information für die ATsenzaGP das wirksamste und direkteste Überzeugungsmittel ist, um die Bevölkerung und auch die Befürworter der Wiederansiedlung der Grossraubtiere zu erreichen.

 

  • Vorwiegend Dialog, wenig Konfrontation: Die ATsenzaGP verstärkt ihre Anstrengungen, um vorwiegend der urbanen Bevölkerung die Meinungen, die Gefühle, die Rechte und die Lebensumstände derer, die in den Bergregionen leben und arbeiten zu vermitteln. Dies ausgehend von der realen, unterschiedlichen Wahrnehmung der zu schützenden Werte und Konzepte wie NATUR, BIODIVERSITÄT und KULTUR seitens der Bergbevölkerung.

  • Nicht zuletzt will die Vereinigung auf objektive Weise die tatsächlichen Konflikte aufzeigen, welche die Grossraubtiere beim Zusammenleben mit der Bergbevölkerung verursachen.

 

  • Wir akzeptieren die Grossraubtiere auf Kantonsgebiet nicht.

Weil im Puschlav die Bären M13 und M25 klar bewiesen haben, dass das Zusammenleben Mensch-Grossraubtier nicht möglich ist; das gleiche zeigen immer deutlicher die Wölfe in der Calanda-Region, und nicht nur dort.

Dies obwohl in den Gebieten kostenintensive und umstrittene Gegenmassnahmen angewendet wurden, um die materiellen Schäden und die Zurückhaltung der Bevölkerung zu begrenzen, Massnahmen die jedenfalls prompt versagt haben.

Eingeladene Gäste:

  • Ständerat Stefan Engler
  • German Schmutz, Präsident Schweiz. Schafzuchtverband
  • Georg Schnydrig, Walliser Grossrat
  • Daniele Massella Vizepräs. «Associazione tutela della Lessinia»

Freitag 20. März 2015 19.15 Uhr Schulhaus Cumpogna Tiefencastel

Laut einer Studie im Fachjournal «Science», nehmen die Grossraubtiere in ganz Europa zu. Erfahrungen aus der Schweiz und den umliegenden Ländern zeigen, dass die Berg- und Alplandwirtschaft mit den Grossraubtieren nicht zu vereinbaren ist. Dies hat auch die Politik erkannt und bereits sind verschiedene parlamentarische Vorstösse zur Lösung des Problems eingereicht worden. 2013 wurde im Puschlav die «Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere» zum Schutz der betroffenen Bevölkerung und der Nutztiere vor den Angriffen der Wölfe, Bären und Luchse gegründet, die inzwischen im Kanton Graubünden und darüber hinaus über 500 Mitglieder zählt.

Einladung zur öffentlichen Generalversammlung mit Gastvorträgen und Diskussion zum Thema Grossraubtiere

Referenten:

  • Ständerat Stefan Engler;
  • German Schmutz, Präsident des Schweizerischen Schafzuchtverbandes;
  • Georges Schnydrig, walliser Grossrat 
  • Daniele Massella, Viehzüchter aus Lessinien, Vizepräsident der «Associazione Tutela della Lessinia»;
  • Ein Vertreter der Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB

Eintritt frei, Parkplätze vorhanden

Verpflegung: Getränke und Prättiburger

 

M25 hat die Winterruhe kaum beendet – schon bereitet er wieder Sorgen. Diesmal nicht, weil der Bär wieder im Puschlav Esel und Schafe reisst. Nein, diesmal reisst er Esel sofort wo er aufgewachen ist und ihm geht es buchstäblich an den Kragen.

Trivigno, 05.03.2014 - M25 ist zurück und schon ein Esel musste sein Leben lassen in der Nähe vom kleinen Dorf Trivigno, bei Tirano (Veltlin) etwa 20 km vom Puschlav. Die Dorfbewohner sind besorgt und wagen sich nicht mehr im Wald.

M25 mit seinem Halsband bei Zernez, Engadin

Sein Halsband mit dem Sender ist zu eng. Es droht ihn zu erdrosseln. «Wir haben M25 im Februar 2014 mit dem Sender ausgestattet», sagt Martin Stadler (36) vom Amt für Jagd und Fischerei Bozen (I).

«Damals war er zwei Jahre alt. Er ist gewachsen, das Band wird eng. Wir müssen es ihm unbedingt abnehmen.» M25 überwinterte in Sondalo bei Tirano in Norditalien. Darum entscheiden die Mailänder, was mit ihm geschieht.

Die Schweizer dürfen nicht mitreden. «Es gibt zwei Möglichkeiten», sagt Simone Girardin (39), Sprecher der Region Lombardei. «Entweder wir betäuben ihn und legen ihm einen neuen Sender an. Oder wir öffnen das Halsband über Funk.»

Dafür müssten die Wildhüter auf mindestens 500 Meter an das Grossraubtier herankommen. Ein Funksignal könnte dann das Halsband automatisch entriegeln. M25 wäre dann ohne Sender – und ohne Kontrolle. «Das wäre uns lieber», sagt Girardin. «Schliesslich wurde M25 nie aggressiv gegen Menschen. Ein wildes Tier hat ein Recht auf Freiheit.

Wir werden Mitte Monat entscheiden.» Das freut nicht jeden. M25 riss im vergangenen Jahr 17 Esel und 75 Schafe, davon vier Esel und 30 Schafe in Graubünden. «Man weiss, dass M25 kein unproblematischer Bär ist», sagt Otmaro Beti (39), Präsident der Puschlaver Vereinigung «Lebensraum ohne Grossraubtiere».Deshalb habe er ja einen Sender bekommen: «Mit oder ohne – M25 muss weg. Er richtet zu viel Schaden an.»

Georg Brosi (61), Jagd­inspektor des Kantons Graubünden, ist gelassen. «Sollte M25 ohne Halsband in der Schweiz Probleme machen, werden wir ihn halt einfangen und neu besenden», sagt er. «Egal, was die Italiener meinen.»

Quelle "intornoTirano" sda-sts, Blick

Flyer Generalversammlung Lebensräume ohne Raubtiere

EINBERUFUNG DER ORDENTLICHEN GENERALVERSAMMLUNG DER MITGLIEDER DER VEREINIGUNG LEBENSRÄUME OHNE GROSSRAUBTIERE

Sehr geehrte Mitglieder der VL ohne GT

Sie sind herzlich zur 3. ordentlichen Generalversammlung eingeladen, die auf Freitag den

20. März 2015, um 19.15 Uhr

einberufen ist und in der

Aula des Schulhauses von 7450 Tiefencastel

stattfindet, um über die folgenden Traktanden zu entscheiden:

TRAKTANDENLISTE

  1.  Einleitung
  2. Wahl der Stimmenzähler
  3. Bestätigung der Traktandenliste
  4. Protokoll der 2. ordentlichen Generalversammlung
  5. Bericht des Präsidenten
  6. Bericht des Kassiers
  7. Bericht der Revisoren
  8. Statutenrevision
  9. Wahl zusätzlicher Vorstandsmitglieder
  10. Jahresbeitrag 2016
  11. Vorgesehene Aktivitäten 2015 – 2016
  12. Beiträge der Gäste: Ständerat Stefan Engler, ein Vertreter der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete und der Präsident des Schweizerischer Schafzuchtverbandes

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresbeitrag auf 30.- Franken für einzelne Mitglieder und auf 60.- Franken für Vereinigungen zu erhöhen, für das Jahr2016.

Weil die Versammlung auch für Symphatisanten und Interessierte offen steht, wird den Mitgliedern beim Eingang eine Erkennungskarte für ihre Abstimmungen abgegeben.

Bericht des Präsidenten:

Otmaro Beti

Flyer Generalversammlung 2015 Lebensräume ohne Raubtiere

 

 

 

Buchen, den 28.02.2015 - Leserbrief zum Artikel "Wie viel Wolf verträgt die Schweiz?» im Bündner Tagblatt vom 25. Februar 2015

Von Rico Calcagnini

Die Gruppe Wolf-Schweiz ist enttäuscht, dass die Wolfspopulation in der Schweiz so langsam zunimmt, denn heute sollten nach ihrer Meinung bereits etwa 200 Wölfe bei uns leben.

Zum Glück haben unsere Mitbürger aus dem Puschlav vor drei Jahren, als der Bär M13 die dortige Bevölkerung terrorisierte, die «Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere» (Territorio senza grandi predatori) gegründet, die in der Zwischenzeit über 500 Mitglieder in ganz Graubünden und darüber hinaus zählt.

Ihr Ziel ist der Schutz der Bevölkerung und der Nutztiere vor dem Wüten von Wölfen und Bären. Die dritte Generalversammlung der Vereinigung, mit anschliessenden Gastreferaten, unter anderen von Ständerat Stefan Engler und dem Präsidenten des Schweizerischen Schafzuchtverbandes, Hermann Schmutz, und Diskussion zum Thema Grossraubtiere im Alpenraum, wird am Freitag, 20. März ,in Tiefencastel stattfinden; alle Interessierten sind dazu eingeladen. (www.atsenzagp.org)

Es ist zu hoffen, dass die Träume der Wolfsromantiker nicht in Erfüllung gehen; denn inzwischen wächst der Widerstand auch in anderen betroffenen Kantonen wie beispielsweise Tessin, Wallis, St. Gallen, wo Bürgerbewegungen entstehen, die auf das Problem aufmerksam machen und Druck auf die Politik ausüben, damit angemessene Lösungen gefunden werden können. Unsere Volksvertreter im Parlament haben erfreulicherweise erkannt, dass Handlungsbedarf besteht, und bereits sind verschiedene parlamentarische Vorstösse eingereicht worden.

 

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