Bericht des Präsidenten an der 3. Ordentliche Generalversammlung der Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere

Am Freitag 20. März 2015, 19:15 in Tiefencastel

Sehr geehrte Mitglieder der VLohneGR 

Und die Geschichte geht weiter …

Unsere Vereinigung entspringt einer grossen Verbundenheit mit der Scholle und mit dem friedlichen Leben in den Bergen. Am Horizont nähern sich schwarze Wolken die eine Jahrhundert alte Kultur gefährden. Das Überleben der traditionellen alpinen Viehzucht und aller Aktivitäten die uns charakterisieren sind vom Aussterben bedroht.

Wir sind die Stimme jener die in den Bergen leben und arbeiten und die Konzepte für das Management der Grossraubtiere sind in dieser Hinsicht beispielhaft. Sie werden von uns Bergler, und nicht nur von den Tierhaltern, als ein inakzeptabler Zwang wahrgenommen. Dieser wird von Personen und Bewegungen ausgeübt, die nicht in den Bergen leben, aber trotzdem denjenigen die dort leben eine typisch urbane Naturschutzideologie vorschreiben wollen, die zum Verstand und zur Bewältigung der Alltagsrealität absolut unangemessen ist. Indem sie Konzepte wie NATUR, BIODIVERSITÄT und KULTUR verzerren und instrumentalisieren, berücksichtigen sie keineswegs die Meinungen, Gefühle und Rechte jener, die eine so einzigartige und geschätzte Landschaft geschafft und erhalten haben.

Es ist unsere Aufgabe die wahren Folgen die aus der Anwesenheit der Grossraubtiere im Alpengebiet verursacht werden zu verbreiten. Es ist falsch die Bevölkerung im Unwissen zu lassen und das Problem zu minimisieren, indem wer Angst hat lächerlich gemacht wird. Die Tierzüchter werden verantwortlich gemacht, keine Schutzmassnahmen anzuwenden, die als Teillösungen in den meisten Fällen unakzeptabel sind. Gleichzeitig wird das Märchen eines möglichen Zusammenlebens von weidenden Tiere und Raubtiere innerhalb des gleichen Gebiets erzählt.

Und die Geschichte geht dank dem Einsatz von uns allen weiter.

Als Folge der Versammlung vom 29. März 2014 haben einige Gäste aus dem deutschsprachigen Teil des Kanton Graubünden die sich der drohende Gefahr bewusst waren, eine Arbeitsgruppe mit der klaren Absicht gegründet, unsere Bewegung auch im Norden des Kantons bekannt zu machen. Daraus ist einen gemeinsamen Wunsch entstanden, nur vereint können wir das Ziel erreichen, das Ziel die Grossraubtiere jagdbar zu machen und ihnen den absoluten legalen Schutz den sie geniessen weg zu nehmen.

Nach vielfältigen Diskussionen sind der Vorstand und der erweiterte Vorstand zur Meinung gekommen, die vorhandene Kräfte im Kanton zusammen zu schliessen, um effizienter handeln zu können. Die Wahl von Tiefencastel als Austragungsort der ordentlichen Generalversammlung ist das Resultat einer intensiven Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Nordbünden, mit dem Ziel ein starkes Zeichen nach aussen zu setzen.

Unsere Lobbyarbeit hat langsam Fuss gefasst. Einige Parlamentarier haben unsere Anliegen aufgenommen und auf Bundesebene Vorstösse eingebracht. Wir freuen uns an der Generalversammlung vom 20. März Ständerat Stefan Engler als Gast zu hören.

Das vergangen Jahr hat den Vorstand, den erweiterten Vorstand und die Arbeitsgruppe Nordbünden stark gefordert. Es haben zahlreiche Sitzungen stattgefunden. Das stärkste Stück war sicher die Entscheidung des Vorstandes, den Mitgliedern die Revision der Statuten zu unterbreiten, um die Möglichkeit eines weiteren Wachstums zu garantieren. Wir haben die Schwelle von 500 Mitglieder überschritten, ungefähr eine Hälfte im Süden und die andere im Norden des Kantons. Die Aufnahme in die Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere des Bündner Schafzuchtverbandes und des Prättigauer Bauernverband muss hier noch erwähnt werden, gleichzeitig überlegen sich andere Vereinigungen eine Mitgliedschaft zu erwägen.

Die internationale Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit intensiviert indem sie ihr bereits grosses Informationsnetzwerk noch erweitert hat. Durch diese Kontakte haben wir persönlich die grosse Probleme feststellen können, welche die Anwesenheit des Wolfes bei der Tierzucht in Lessinien oder in der Region Brandenburg verursacht hat.

Wir sind uns bewusst, dass die Arbeitsmenge welche auf den Vorstand zukommt immer belastender wird und wenn es uns nicht gelingt eine professionelle Unterstützung zu finden, riskieren wir grosse administrative Probleme. Wir sind auf der Suche nach Lösungen und es finden Gespräche mit möglichen Partnern statt.

Ich ergreife die Gelegenheit, um mich bei allen Mitgliedern für die Unterstützung, beim Vorstand, beim erweiterten Vorstand und bei der Arbeitsgruppe Nordbünden für die grossartige Arbeit die sie zu Gunsten unserer gemeinsame Sache geleistet haben zu bedanken.

San Carlo, Februar 2015

Otmaro Beti

Otmaro Beti

Präsident Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere

Flyer Generalversammlung 2014 Lebensräume ohne Raubtiere

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