Sargans, 12.11.2015 - Im Taminatal sieht man dem kommenden Winter mit grosser Sorge entgegen. Grund sind die Calanda-Wölfe. Liegt viel Schnee, konnten sie ihre Nahrungssuche noch naher an die Siedlungen verlagern. Die Stimmung ist angespannt -die Haltung von Bund und Kanton sieht man äusserst kritisch.

erschienen auf der Sarganserländer, von Reto Vincenz

Das können es Wolfsbefüworter sowie die Vertreter vom Bund und Kanton drehen und wenden wie sie wollen - das Calanda Rudel hinterlasst im Taminatal tiefe Sorgenfurchen auf den Stirnen vieler Einheimischer. Während in offiziellen Medienmitteilungen aus St. Gallen etwa von «vergleichsweise wenigen Ereignissen» oder «funktionierendem Herdenschutz» zu lesen ist und für viele Schadenfälle andere Tiere, etwa der Fuchs, als Verursacher genannt werden, ist für nicht wenige Menschen vor Ort klar: Der Wolf ist schuld.

Angst als ständiger Begleiter

Ein bekennender Wolfskritiker im Taminatal ist der St. Margrethenberger Landwirt Lorenz Gort. Er kennt die dortige Gemütslage·der Menschen und hat stellvertretend für viele gleich ähnlich Denkende mit dem «Sarganserlander» gesprochen. Auch für ihn ist unbestritten: Der Wolf muss weg. Das Raubtier habe das Gleichgewicht in der Natur durcheinandergebracht.

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