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Der vorliegende Vortrag hat Laurent Garde an der Veranstaltung *Die Grenzen des Herdenschutzes* des Bündner Bauernverbandes am 28.August 2021 in Landquart gehalten.

Kommentar unseres Mitglieds Annette Vieli zum Vortrag von Laurent Garde

Es zeigt eindrücklich, dass der Herdenschutz, wie man ihn uns aufzuzwingen versucht, ohne planmässige Abschüsse von Wölfen unwirksam oder nur sehr begrenzt wirksam ist. So wie es auch in der KORA/AGRIDEA Studie 105, dessen Analyse der Bündner Bauernverband vor kurzem den Medien präsentierte, versteckt drinsteht.

Dass die KORA und AGRIDEA auf die Kritik, man habe die langjährigen (30 Jahre) Forschungen und Erfahrungen der staatlich beauftragten französischen Wissenschaftler und Herdenschützer nicht beachtet, mit dem Verweis auf „ganz unterschiedliche politische und geographische Verhältnisse“ abtut, ist, wie man auf den Folien sehen kann, völlig unberechtigt.

Schaf- und Grossviehalpen im zentralen französischen Alpenbogen von 1000-2500 m.ü.M sind durchaus mit unseren Verhältnissen zu vergleichen.
Man hat uns ja auch jahrelang ohne politische oder geographische Unterscheidungen zu machen, darauf hingewiesen, dass der Herdenschutz mit Hunden und/oder Zäunen, Hirten in anderen Ländern sehr gut funktioniere, was wir nur wieder erlernen müssten.


Es bleibt weiterhin wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir uns dem Artenschutz nicht verweigern (Charta BBV 2 Rudel sind ausreichend) aber für uns die Grenze überschritten wurde. Nur ein Kombination aus Herdenschutz, gezielten Abschüssen und einer klar definierten Bestandesobergrenze sind für die Bergland und Alpwirtschaft erträglich. Wenn diese Massnahmen nicht schnell greifen, dann bleibt den Tierhaltern nur noch die Option, ihre Tiere mit ALLEN möglichen Mitteln selbst zu schützen.

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