Der Naturverein Bonaduz organisierte einen Vortrag zum Thema Wolf. Der Anlass war sehr gut besucht und die Organisatoren leisteten gute Arbeit.

von Werner Wyss, Mutten/Thusis

Bonaduz, 12.11.2014 - Als Referent konnte Wildhüter Claudio Spadin gewonnen werden, der seine Ausführungen in zwei Blöcke aufteilte, nämlich: a) Allgemeines über den Wolf und b) Erlebnisse mit den sogenannten Calanda-Wölfen. Seine Darlegungen wurden mit eindrücklichen Bildern untermauert und überzeugten damit das Publikum. Der Vortrag war durchwegs sachlich, authentisch und zeugte von hoher Fachkompetenz. Objektiv betrachtet war es das Beste, was ich bisher in Zusammenhang mit Wölfen zu hören bekam.

Calanda-Wölfe

Das Wolfrudel am Calanda und den angrenzenden Gebieten hat ein Ausmass angenommen, dass sich eine Regulierung geradezu aufdrängt. Einzelne Tiere müssten eigentlich schon jetzt dem Bestand entnommen werden. Insbesondere solche die Schaden an Wild und Nutzieren anrichten oder durch Wohngebiete streifen. Zweifelsohne ist der Wildbestand am Calanda massiv eingebrochen. In naher Zukunft lohnt es sich nicht mehr, ein Hochjagdpatent für dieses Gebiet zu lösen. Auch für die Niederjagd mit Hund nicht, da das Risiko besteht, dass der treue Begleiter von den Wölfen gerissen wird. All diese höchst bedauerlichen Tatsachen verlangen wirksame Gegenmassnahmen. Sollte es mittelfristig zu weiteren Wolfsrudelbildungen im Kanton kommen, womit gerechnet werden muss, wird die Jägerzahl stark abnehmen. Das hat zwangsläufig zur Folge, dass auch weniger Geld in die Staatskasse fliesst. Die Konsequenz daraus ist, dass das Jagdregal nicht mehr wie bisher selbsttragend sein wird. Denn schon jetzt werden in Zusammenhang mit den Grossraubtieren abertausende von Franken ausgegeben.

Ein weiteres Problem ist der Angriff von Grossraubtieren, sprich Wölfen, auf die Nutztiere, sei es auf Weiden im Tal oder Alpen. Der viel gepriesene Herdenschutz mit Hunden, Esel oder Lamas zeigt bisher nicht den gewünschten Erfolg. Anlässlich einer Veranstaltung in Chur räumten dies sogar die dafür verantwortlichen Personen ein. Es gilt jetzt, die gesetzlichen Grundlagen zu erarbeiten, damit die Grossraubtiere bei Bedarf mittels Abschuss auf Stufe Kanton reguliert werden können. Entsprechende Vorstösse auf Bundesebene sind bereits gemacht worden, die in die richtige Richtung zielen. Leider wird es noch eine Weile dauern, bis die Wölfe am Calanda auf ein vernünftiges Mass reduziert werden können. Vielleicht zu lange! Eines darf mit Fug behauptet werden: Bei Bär, Wolf und Luchs handelt es sich nicht mehr um vom Aussterben bedrohte Tierarten. Deshalb ist ein absoluter Schutz dieser Raubtiere schon jetzt nicht mehr gerechtfertigt.

BERN - 14.11.2014 - Wenn die Schafe im Winter ins Tal kommen, ziehen auch die Herdenschutzhunde mit. Zwar ist der Wolf hier keine grosse Gefahr mehr. Doch die Bewacher lassen sich nicht einfach ausschalten.

Wegen der Ansiedlung von Wölfen und Bären in den Schweizer Bergen lassen manche Bauern ihre Schafe auf der Alp von Hirtenhunden bewachen. Mit dem Einzug des Winters ziehen die Herden nun ins Tal – und mit ihnen ihre Beschützer. Sehr zum Ärger der Anwohner. Denn die Herdenschutzhunde machen hier weiterhin ihren Job: Sie bellen, wenn sich etwas nähert, das kein Schaf ist.

Herdenschutzhund

 Ein Herdenschutzhund bewacht Schafe ... (Keystone)

Obwohl es im Tal in der Regel keine Wölfe zu vertreiben gilt. Herdenschutzbeauftragter vermittelt Gestern diskutierten Experten an der Fachtagung Herdenschutz 2014 in Ittigen BE über die Umsetzung der Herdenschutz-Richtlinien des Bundes. Mit dabei war unter anderen Jan Boner, Herdenschutzbeauftragter des Kantons Graubünden. An ihn können sich Anwohner wenden, wenn sie das nächtliche Gebell von Hirtenhunden in den Wahnsinn treibt. Er nehme Lärmklagen sehr ernst, sagt Boner zum Schweizer Fernsehen SRF.

Der Herdenschutzbeauftragte versucht in solchen Fällen jeweils zwischen Anwohner und Hundehalter zu vermitteln. Es gehe darum, für beide Seiten passable Wege zu finden. Eine mögliche Lösung sei beispielsweise, dass die Hunde die Nacht im Stall verbringen. Das Problem dabei: Sie verlernen das Verhalten, das sie im folgenden Jahr zum Schutz der Herde auf der Alp wieder brauchen würden. Auf der anderen Seite gab es laut Boner auch schon Anwohner, die sich Lärmschutz-Fenster einbauen liessen.

Das sei grundsätzlich ja die gleiche Situation wie bei einer lärmigen Strasse. In einigen Fällen sei es den Bauern auch möglich, Herden und Hunde auf einer vom Siedlungsgebiet ausreichend weit entfernten Weide unterzubringen. Oft gehe es bei diesen Streitereien zwischen Nachbarn eigentlich auch gar nicht ums Gebell, sondern um die Frage, ob man die Wiederansiedlung des Wolfes befürwortet oder nicht.

Meistens würden diese Konflikte zwar auf dem Buckel der Hunde ausgetragen, aber im Kern gehe es um etwas anderes. Stichwort: zwischenmenschliche Probleme. «Das Konfliktpotential ist hoch» Ein von Lärmschutzklagen betroffener Bauer ist Ueli Metz aus Mühlehorn GL. «Wenn eine Katze vorbeigeht, müssen die Hunde bellen», sagt Metz. Das Gleiche passiere, wenn ein Fussgänger mit einem Hund vorbeigeht oder wenn nachts ein Fuchs vorbeigeht. «Das Konfliktpotential ist schon hoch», sagt der Bauer. Metz hat schon 20 Lärmklagen am Hals.

«Das geht schon sehr an die Nerven», sagt der Schafbesitzer. Auf die Hirtenhunde verzichten will er jedoch nicht – schliesslich habe er seit ihrer Anschaffung nie mehr einen Wolfsriss gehabt. Als Kompromisslösung bringt Metz die Hunde abends nun jeweils in einen Stall. Grundsätzlich hält er aber fest: «Wer Ja sagt zum Wolf, der muss auch Ja sagen zum Herdenschutzhund.» (noo)

Quelle www.blick.ch

23.10.2014, Oberwallis - Einer will ihn lebendig, der andere tot. Die
unterschiedlichen Wolfs-Ansichten von Reinhard Schnidrig und Georges Schnydrig

von Simon Kalbermatten

«Menschen brauchen vor Wölfen keine Angst zu haben. Wir sind nicht auf seinem Speisezettel», sagt Reinhard Schnidrig, Leiter Sektion Wildtiere beim Bundesamt für Umwelt (Bafu). Dann wird er deutlich: «Die Schäfer müssen sich aber um ihre Tiere sorgen, denn nicht genügend geschützte Nutztiere – ausreichend Schutz bieten Ställe, Zäune oder Herdenschutzhunde – sind gefährdet, auch in der Nähe der Dörfer.» Schützen Schäfer ihre Schafe zu wenig?

R.einhard Schnidrig

Reinhard Schnidrig, 
Chef der Sektion Jagd, Fischerei, 
Waldbiodiversität

Dagegen Georges Schnydrig, Präsident der Kommission gegen Grossraubtiere, widerspricht vehement: «Das ist total lachhaft. Jeder Schäfer bemüht sich, seine Schafe zu schützen; so wurde schon ein grosser Mehraufwand betrieben, bisher jedoch vergeblich.» Der Wolf wird immer dreister und riss in jüngster Vergangenheit Tiere am Siedlungen hat. «Die grossen Raubtiere gehören nicht in die Dörfer und schon gar nicht am Tag. Es gibt für sie genügend Platz und Beutetiere im Wald und am Berg.» Erfahrungswerte aus anderen Gegenden in Europa –zum Beispiel Italien, Spanien, Frankreich, Sachsen oder Osteuropa – zeigen, dass europäische Wölfe nachts sehr gut mit den Infrastrukturen der Menschen zurechtkommen. Sie scheuen sich in der Dunkelheit nicht vor dem Überqueren von Strassen, Geleisen oder sogar Brücken und wandern relativ unbekümmert durch Maiensässe und Dörfer. Dies sei jedoch kein Anlass zur Unruhe, sagt Schnidrig: «Rein der Fakt, dass Wölfe mal in Dorfnähe gesichtet werden, ist noch nicht besorgniserregend. Schwierig wird es erst, wenn die Wölfe ihr Verhalten ändern und zunehmend häufiger die Siedlung aufsuchen und dem Menschen sogar mit dreistem Verhalten begegnen.» Umso wichtiger sei es, den Wolf nicht durch ungeschützte Nutztiere in Siedlungen zu locken. «Wenn sie die Scheu vor dem Menschen verlieren, müssen wir sie schiessen.» Diesen Abschuss fordert der Präsident der Kommission für Grossraubtiere bereits jetzt.

Georges Schnydrig.jpg

Georges Schnydrig, Präsident der Kommission gegen Grossraubtiere

«Die Bevölkerung muss das Problem Wolf selbst in die Hand nehmen und darauf achten, dass der Wolf in Eischoll verschwindet», lässt er sich zitieren. Dann poltert er: «Es braucht einen Angriff auf einen Menschen, bis die Einstellung in gewissen Kreisen endlich ändert.» Dass sich Eltern in Gegenden mit Wolfsbeobachtungen in Dörfern um ihre Kinder sorgen, versteht auch Schnidrig. «Angst ist immer real, sie kann und soll nicht wegdiskutiert werden, aber sie kann durch falsche Informationen geschürt und durch korrekte bewältigt werden. Ich empfehle Eltern, Vertrauen in die Behörden zu haben und nicht auf Polterer zu hören, die keine Lösungen anbieten können und nur lautstark unrealistische Forderungen in die Welt stellen.» Zusammenleben beider Tiere möglich Klare Forderungen bezüglich Wolfsabschuss haben auch verschiedene Walliser Medien. Lokalzeitung und Lokalradio fordern vehement den Abschuss. Beide fahren eine Hetz-Kampagne gegen den Wolf. Schnidrig: «Das habe ich festgestellt. Ich bekomme das alles sehr zeitnahe mit. Zum einen beobachten wir im Bafu die Medien betreffend unserer Themen sehr genau, zum anderen konsultiere ich als Walliser die Walliser Medien jeden Tag. Und ich bekomme nach solchen ‹Berichten› auch immer viele gehässige Mails.»

Bewilligung für den Wolfsabschuss 

In einer Bewilligung für den Wolfsabschuss sieht auch Wolfsgegner Schnydrig den einzig vernünftigen Entscheid. «Das ist die einzig richtige Lösung. Wir haben schlicht keinen Platz für den Wolf.» Dass ein Zusammenleben mit dem Wolf in anderen Regionen stattfindet, glaubt Schnydrig nicht: «In Italien wurden von 300 Kühen deren 50 gerissen und in Frankreich gehen einige Schäfer bewaffnet auf die Alpe, um sich selber zu schützen», sagt er. Reinhard Schnidrig teilt diese Einschätzung nicht. Darauf, ob ein Zusammenleben zwischen Schafen und Wölfen möglich sei, antwortet er: «Ja und Nein. Ja, weil sich der Wolf weiterverbreiten und vermehren wird, dieser Prozess ist nicht aufzuhalten, aber zu steuern.» Klar nicht einverstanden sei er mit der Behauptung, ein Zusammengehen von Wölfen und Schafhaltungen sei nicht möglich. «Viele, wirklich viele Weltgegenden zeigen uns das Gegenteil, auch in nächster Nähe zur Schweiz. Und auch in unserem Land selber haben wir Regionen, wo das Zusammenleben relativ gut klappt.» Anpassen müsse sich dabei vor allem der Mensch, sagt der Sektionsleiter, der selber bereits mehrere Male Wölfen begegnet ist und dabei «stets Respekt, aber nie Angst empfunden hat.» «Anpassen muss sich jene Art, die zu Reflexion und Moral fähig ist, der Mensch. Die Tiere handeln instinktiv und sind nie böse, aber auch nie gut. Im Wallis müssen Politiker und Behörden den betroffenen Schafbauern helfen, die notwendigen Umstellungen der Betriebsstrukturen anzugehen.» Zudem solle die ausgestreckte Hand des Bundes nicht geschlagen werden, sondern man solle sie ergreifen. 

Quelle: Rhone Zeitung

20. Oktober 2014, Kanada - Die schweizerisch-kanadische Doppelbürgerin aus dem Kanton Zürich betrieb mit ihrem Lebenspartner in Yukon, im Nordwesten des Landes, ein Unternehmen für Adventure-Ferien. Sie ist von einem Bären getötet worden

Ein Grizzly-Bär sei am Samstag auf das Grundstück der beiden gekommen und durch das Fenster ins Haus eingedrungen, heisst es im Bericht der Rechtsmedizinerin der Ortschaft Teslin, Kirsten Macdonald. Sie bestätigte damit eine Meldung des Nachrichtenportals watson, das sich wiederum auf kanadische Medien stützt.

breath of wilderness

Grundstück und Haus des Opfers

Der Bär habe die beiden, die aus dem Haus flüchteten, verfolgt und die Frau so schwer verletzt, dass sie kurz nach Mittag im Spital von Teslin, rund 50 Kilometer südlich des Hauses des Opfers, starb. Der Bär wurde vom Lebenspartner der Verstorbenen mit einem Gewehr erschossen.

Claudia Huber

Die schweizerisch-kanadische Doppelbürgerin aus dem Kanton Zürich

Der Vater des Opfers, der in Obfelden im Kanton Zürich lebt, bestätigte am Abend den Tod der gebürtigen Schweizerin, die seit acht Jahren in Kanada lebt. Später bescheinigte auch das Aussendepartement (EDA) in Bern den Tod einer Schweizerin in Kanada, ohne Einzelheiten zu nennen.

Die kleine Ortschaft Teslin liegt nordwestlich von Vancouver und der Provinz British Columbia im Territorium Yukon, nahe der Grenze zu Alaska.

Quelle: sda-ats

Poschiavo, 10.10.2014 - An diesem Freitag- Abend wurde unter der Leitung des Amtes für Jagd und Fischerei Graubünden in der Turnhalle der Schule Poschiavo ein Vortrag über den Bär gehalten. Der Referent Paulo Molinari aus Italien hat mehr als ausführlich über die Bären im Trentino berichtet

Die knapp 100 Personen haben den Ausführungen gelangweilt zugehört. Auf meine Frage, warum so wenig Leute anwesend sind , hat man mir gesagt "sem stüff!" was etwa heisst "wir sind überdrüssig!".

Conferenza Molinari Poschiavo.jpg

Der Referent Paolo Molinari

In der anschliessenden, heftigen Diskussion hat die Bevölkerung ihren Unmut zum Ausdruck gebracht. Der Referent hat immer wieder mit langweiligen Ausführungen versucht, die Ängste und Sorgen der Anwesenden zu glätten. Wie bei allen öffentlichen Vorträgen der Grossraubtierlobby wurde auch hier nicht auf die Anliegen der Bevölkerung eingegangen und deren sorgen übergangen. Alles wird immer verschönert und bei konkreten Fragen ausgewichen.

Keine brauchbaren Lösungen

Ebenfalls haben die Bärenbefürworter keine brauchbaren Lösungen zum Schutz der Bevölkerung und Nutztiere aufzeigen können. Obwohl die Wildhüter wissen, wo sich der M25 aufhält, waren sie nicht so ehrlich genug, das den Anwesenden mitzuteilen. ( Einfach: „Er ist hier in der Umgebung“)

Es wird langsam mehr als überdrüssig, wie von höchster Stelle (Bundesrat, Frau Leuthard und BAFU) die Problematik Grossraubtiere hinausgeschoben wird. Wo nimmt sich der Bundesrat das Recht, die Berner Konvention gemäss Motion Fournier schlichtweg nicht umzusetzen? Die Motion verlangt gemäss gemeinsamem Parlamentsbeschluss ganz klar die Kündigung und Neuverhandlung der Berner Konvention. Dann könnte die Grossraubtierproblematik relativ einfach durch Änderung der Jagdgesetze gelöst werden.

Millionengeschäft mit Steuergeldern

Bei mir kommt immer mehr der Gedanke auf, dass es nicht um die Grossraubtiere geht, sondern, dass das Ganze ein Millionengeschäft mit Steuergeldern ist. Es wird endlich Zeit der Bevölkerung klaren Wein einzuschenken, bevor frustrierte Betroffene mit Illegalität Abhilfe schaffen. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen endlich handeln.

Hermi Plump Tamins

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