Angst an der Via Mulino in Montottone – zwei Hundezüchter an Händen und Brust verletzt

Paola Pieragostini schreibt in der italienischen Tageszeitung «il Resto del Carlino» vom 27. April über den Angriff eines Wolfs. Elisa Laquaniello haben dabei eine Risswunde an der linken Hand und ihr Partner Costantino Fortuna leichte Verletzungen an der rechten Hand und an der Brust erlitten.

Costantino Fortuna e Elisa Iaquaniello

Foto: Costantino Fortuna e Elisa Iaquaniello

Für beide, die in Montottone im Bereich der Hundezucht und -dressur tätig sind, waren es Augenblicke der Angst und Ungläubigkeit. «Ein aggressives und wildes Tier hat uns überfallen – schildert Elisa – es war mit Sicherheit kein Hund». Elisa und Costantino gehören dem Bereich des italienischen Roten Kreuzes von Ascoli an, der für die Personensuche mit Hunden zuständig ist. In der Hundezucht «Colli Ameni» werden Labrador-Retriever und englische Cocker Spaniel dressiert.

«Es war in der Dämmerung, am 7. März, – erzählt Elisa – ich war mit dem Labradorwelpen ausserhalb unseres Dressurreviers unterwegs, um ihn an Geräusche, Menschen und Autos zu gewöhnen. In etwa 100 Meter Entfernung von zuhause, in der Via del Mulino, tauchte plötzlich aus einem Feld unterhalb der Strasse ein Tier auf, das sich wenig später auf mich und den Hund stürzte. Instinktiv nahm ich den Welpen in den Arm, um ihn zu retten und begann zu schreien, um Costantino zu Hilfe zu rufen. Die Bestie aber packte meine Hand, ich sah Blut und spürte grosse Schmerzen». Die Schreie von Elisa hatten die Aufmerksamkeit von Costantino geweckt, der sofort herrannte und die Bestie in die Flucht trieb.

«Das Ganze dauerte nur wenige Sekunden – erzählt er – das Tier griff auch mich an und streifte mich an der Hand und der Brust». «Wir kennen die Hunde – sagen sie – und wir sind sicher, dass es sich um einen Wolf gehandelt hat». Die Gestalt eines Hundes mittlerer Grösse, braune Farbe, spitzige Ohren und vom Kinn bis zu den Ohren ein Band aus weissem Fell. So beschreiben die Opfer der Aggression das Tier. «Wir leben auf dem Lande – sagen sie weiter – und wir sehen oft streunende oder herrenlose Hunde und mit unserem Beruf haben wir auch Kontakt mit scharfen Hunden. Aber dieses Mal war es anders, jene Bestie hatte eine Grausamkeit in den Augen, die wir noch nie gesehen haben. Es war ein Wolf».

«Es ist noch gut gegangen – sagt Elisa – aber an meiner Stelle hätte ein Kind sein können oder ein alter Mensch und die Sache hätte schlimmer ausgehen können». Nach dem Angriff begab sich Elisa zur ersten Hilfe. Die Diagnose lautete: Wunde durch Hundebiss. «Wir erzählten den Ärzten alles – sagt sie weiter – und man lud mich zum öffentlichen Hygiene- und Gesundheitsdienst von Fermo ein. Eine Ärztin vertraute mir an, dass so etwas noch nie passiert war und sie begann mit der nötigen Prophylaxe».

In Anbetracht von allem was in der Gegend passiert – sagt sie weiter – mit den vielen Wolfbeobachtungen und den Überfällen auf Schafe, haben wir uns entschieden, dieses schlimme Abenteuer weiterzuerzählen, so dass seriöse Massnahmen getroffen werden können. Man muss verstehen was los ist. Es verändert sich etwas und dieser Vorfall ist die Bestätigung einer aussergewöhnlichen Situation, die nicht übersehen werden darf.

Quelle: www.ilrestodelcarlino.it

(Übersetzung Rico Calcagnini)

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