Dott. Plinio Pianta GV  LR ohne GR,  20.03.2015, Tiefencastel

Ad Punkt 11 Aktivitäten 15/16

Buonasera a tutti…………

Zu den sogenannten Aktivitäten 2015/2016 … also für die nächste Zukunft

  • Über die Zukunft wollen wir nicht spekulieren… wir wollen nicht sagen „we have a dream“, wir wollen hier keine Träume/keine sogen.Visionen/keine sogen. Strategien oder Spekulationen in die Zukunft vornehmen.

  • Wir wissen (wenn wir nicht mit Magieoperieren wollen), dass die Zukunft sich nicht voraussagen lässt, ja nicht in unseren Händen ist, dass heisst die Zukunft kommt täglich an uns zu.

  • Wir wollen deshalb realistisch sein und bleiben

  • Was heisst dies für unsere Versammlung?

--- dass unsere Tätigkeiten (Aktivitäten auch 2015/16), auch wenn nur teilweise, auf das Tun und Treiben unserer zwei-und vier-Beiner-Gegenspieler angewiesen sein werden.

Aber, wir können sicher nicht unsere Tätigkeiten nur auf das Zuwarten, dass ein Bär wieder zu uns kommt, oder evtl. ein Rudelwölfe wieder irgendwo Nutztiere reisst, um Höfe/Schulen oder Dörfer herumschleicht etc..

Wir brauchen dazu noch weitere höhere Horizonte, d.h. stärkere Motivationen für die Aktivität unserer Vereinigung VL ohne GT .

Wenn wir eben keine Grossraubtiere in unsere Lebensräume wollen, geht es nicht nur um punktuelle Interventionen wenn die GT auftreten.

Wir wollen wieder das Recht haben, wie es seit über 100-150 Jahre war, dass wir auf unsere Berge und Alpen und in unserer Bergtäler mit der früheren Sicherheit (auch wenn Sicherheit etwas relatives sein kann) ungestört und ohne Angst gehen/wandern/arbeiten/die Landwirtschaft betreiben/Landschaft pflegen können.

Leider, besonders in den umliegenden Ländern, besonders Italien/Frankreich setzte die Abwanderung von den Bergtälern und Dörfer bereits seit über 20 Jahren, sodass die Berge verlassen dastanden, was Verwahrlosung, Vergandung etc. auslöste… dies war der Ansatz, dass die sogen. Umweltfanatiker die Pläne zur Besetzung der Berge mit Grossraubtieren schmieden (der sog. Wilderness-rausch). Ihr wisst, auch wenn in der Schweiz die Lage bisher noch besser war, kam und kommt es auch bei uns zum Exodus aus unseren Bergtäler- und landschaften… immer weniger Landwirtschaftshöfe… Alpen werden nicht mehr bestossen, etc.

Aber Europa, und auch die Schweiz braucht den europäischen Alpenraum… gerade heute in Zeiten der Krise und der Orientierungslosigkeit erkennt man die grosse Schönheit und das Reichtum (materiell und immateriell) unserer Berge und unserer Alpen… wir können sie nicht aufgeben… ja wir müssen sie gerade „zurück-erobern“, ihren Wert für uns persönlich, für unsere Identität, für unsere Generationen aufrechterhalten.

Wenn aber auf den Bergen leben, dies mit erschwerten Bedingungen verklüpft ist, so kann man uns nicht noch eine unmögliche Zusatzbelastung mit Grossraubtieren aufbürden.

Was ich ihnen jetzt sagte, ist eigentlich das Programm und die Tätigkeit einer 2008 entstandenen grenzüberschreitenden Vereinigung AmAMont (Freunde der Bergen und der Alpen).

AmAMont war es, die den Schrei unserer Mitglieder, besonders Landwirte in Puschlav wegen den fürchterlichen M13-Bär Visiten am 6. August 2012 an die Regierung GR weiterleitete, und zwar mit einem Brief mit dem Titel „Wollen wir die Grossraubtiere oder unsere Bergleute?“.

Unsere Aktivitäten müssen sich deshalb an diesen immer wieder sich stellende Fragen richten.

Wir haben erlebt und erfahren, dass ein Zusammenleben unserer Bergbevölkerung mit Grossraubtieren nicht möglich ist, denn wir wollen im Gegenteil unsere Bergtäler- u. landschaften neu beleben und neu besiedeln!

Aus diesen Gründen haben wir eine ständige Aufgabe und Pflicht, zur Erhaltung der Lebensfähigkeit in unseren Lebensräume unsere Aktivitäten danach auszurichten!

Wir mussten ebenso erfahren, dass der Einzelne nicht viel bewirkt, besonders auf die Länge.

Dieses ständige „auf der Hut sein“ braucht ein Zusammenschluss aller jener Kräfte, die diese Notwendigkeit der weiteren Besiedlung/Belebung einsehen.

Wir sind heute um einiges in unserer Tätigkeit, bereits auf Kantonsebenem, mit der Gründung unserer heutigen Vereinigung, weitergekommen.

Wir wissen aber, dass in der ganzen Schweiz mehrere Regionen vorhanden sind, die diese Probleme bereits in aller Härte durchstehen müssen.

In dieser letzter Zeit ist deshalb der Ruf nach einer schweizerischen Vereinigung (VLoGT) immer lauter geworden. Mit der heutiger Gründung gibt es bereits mindestens drei schon bestehende Vereinigungen + zwei in der Gründungphase.

Da alle diese Vereinigungen zusammen gegen fast 1000 Mitglieder haben könnten, ergab sich unerlässlich , eine professionelle Dienststelle als Sekretariat etc. zu finden.

Unter anderen wäre die SAB bereit, die Geschäftsstelle des evtl. Nationalverbandes zu übernehmen. Die Gründung der Nationalverbandes dürfte in den nächsten Monaten wohl geschehen.

Wie bereits erwähnt, konnte mit der Vereinigung AmAMont ein sehr interessantes Netzwerk in ganze Europa, mit persönlichen Kontakten, hergestellt werden. Bisher erfolgte auch periodisch eine gegenseitige sehr wichtige Information. Damit konnte man den vielen falschen Aussagen entgegenwirken, z.B. dass in Frankreich oder Italien die Leute und die Landwirtschaft problemlos mit den Grossraubtieren leben könnten!

Wir konnten genau, auch unseren Behörden, das Gegenteil beweisen!

Dieses Netz soll und muss natürlich zusammen mit der Dienststelle weiter aufrechterhalten werden.

…. Sie sehen also, dass unsere VLoGT mit grossen Aufgaben und Tätigkeiten herausgefordert wird!

Plinio Pianta

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